Am Dienstagabend, dem 10. Februar, führte die Freiwillige Feuerwehr Waidhofen/Thaya eine spannende Hauptübung durch. Ziel der Übung war es, zwei vermisste Personen auf einem Firmengelände zu finden, während eine dritte Person unter ihrem eigenen Fahrzeug geriet. Diese herausfordernde Situation wurde von weiteren Komplikationen begleitet, darunter ein Wasserrohrbruch und Grabungsarbeiten der Stadtgemeinde, die den Zugang zum Einsatzort erheblich erschwerten. Um den Anforderungen gerecht zu werden, musste die Feuerwehr improvisieren und einen alternativen Zugang über eine meterhohe Mauer schaffen.

Die Einsatzkräfte zeigten bemerkenswertes Geschick und retteten erfolgreich eine Person, die unter einem Fahrzeug eingeklemmt war, sowie eine weitere, die unter Schüttmaterial verschüttet wurde. Der Abtransport der Verletzten erfolgte mit einer Krankentrage und der Unterstützung einer Drehleiter. Ein besonderes Highlight der Übung war der Einsatz einer Feuerwehrdrohne, die zur Lageerkundung und Übungsüberwachung eingesetzt wurde. Die Einsatzleitung war zentral im Vorausrüstfahrzeug positioniert, wo auch das Drohnenteam stationiert war. Trotz der Herausforderungen konnten alle drei Personen erfolgreich gerettet werden, was die hohe Einsatzbereitschaft und Professionalität der Feuerwehrleute unter Beweis stellte. Weitere Details zu diesem Einsatz können in dem Artikel auf meinbezirk.at nachgelesen werden.

Technische Fertigkeiten im Fokus

Die Übungen der Feuerwehr sind nicht nur auf die Rettung von Personen beschränkt, sondern umfassen auch die Festigung grundlegender technischer Fähigkeiten. So fand zeitgleich eine Übung zur Wasserentnahme aus offenem Gewässer statt, die auf der Feuerwehr-Dienstvorschrift FwDV 3 basierte. Im Rahmen dieser Übung lag der Fokus auf dem Aufbau einer Saugleitung sowie dem sicheren Umgang mit technischen Geräten. Die Feuerwehrleute arbeiteten in Trupps und mussten die Saugleitung vom Fahrzeugdach entnehmen, diese kuppeln und mit Leinen sichern. Dabei wurde auch die Inbetriebnahme einer Tauchpumpe für Wasserschäden in Kellern geübt, was eine wichtige Fähigkeit zur Schadensbewältigung darstellt.

Die Übung beinhaltete zudem die Vorbereitung zur Wasserabgabe mit einem 5 Meter langen B-Schlauch, einem Verteiler und einem B-Strahlrohr. Ein weiterer wichtiger Punkt war der Anschluss und Betrieb eines Stromerzeugers zur Einspeisung eines externen Lichtmasten. Ziel der Übung war es, grundlegende Handgriffe zu festigen, neue Technik kennenzulernen und gemeinsam zu üben. Ein großes Dankeschön gilt allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre engagierte Teilnahme, wie in dem Artikel auf ffw-bibergau.de gewürdigt wird.

Die Vielfalt der Feuerwehrübungen

Die Übungen der Feuerwehr sind vielschichtig und lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen. Dazu gehören Grundübungen, bei denen Basisfähigkeiten wie Knoten und Gerätekunde trainiert werden, sowie Löschübungen, die die Simulation von Brandeinsätzen umfassen. Technische Hilfeleistungen, wie beispielsweise die Rettung von Personen aus Verkehrsunfällen, werden ebenso geübt wie komplexe Einsatzübungen, die mehrere Trupps und Fahrzeuge einbeziehen. Auch Übungsfahrten zur Überprüfung der Einsatzbereitschaft von Technik und Geräten sind wesentliche Bestandteile der Ausbildung.

Die Planung einer Feuerwehrübung beginnt immer vor dem eigentlichen Dienst. Der Wehrleiter legt das Übungsziel fest und wählt ein passendes Szenario aus. Während der Übung werden Abläufe beurteilt, um Fehlerquellen zu identifizieren und nach der Übung findet eine Nachbesprechung statt, in der gemeinsam analysiert, Feedback gegeben und Verbesserungen abgeleitet werden. Diese strukturierte Herangehensweise trägt entscheidend zur Effektivität und Professionalität der Feuerwehr bei, wie auch auf feuerwehr-aderstedt.de beschrieben.