In Waidhofen an der Thaya wird die digitale Welt greifbar gemacht. Die Stadtgemeinde hat im Rahmen ihrer Digitalen Kompetenzoffensive für Österreich kostenlose „Digital Überall“-Workshops ins Leben gerufen. Diese Initiative zielt darauf ab, das Vertrauen im Umgang mit neuen Technologien zu stärken, die Medienkompetenz zu fördern und digitale Teilhabe für Menschen aller Altersgruppen zu ermöglichen. Die Workshops erfreuen sich großen Interesses, denn sie schlagen eine Brücke zwischen der digitalen und der analogen Welt.
Der kommende Workshop im Dezember widmet sich spannenden Themen wie E-Government und bietet eine Einführung in die App „Digitales Amt“ sowie den Registrierungsprozess für ID Austria. Im Februar stehen dann Workshops zu „KI als Schlüssel zum Erfolg“ und „Fake News erkennen“ auf dem Programm. Hierbei werden nicht nur kostenlose Anwendungen wie ChatGPT und Gemini vorgestellt, sondern es werden auch Methoden zur Erkennung von Falschmeldungen und zur kritischen Bewertung von Inhalten vermittelt. Um mehr über die Workshops zu erfahren, besuchen Sie den Artikel auf MeinBezirk.
Fake News und ihre Auswirkungen
Das Thema „Fake News“ hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Fake News, Mis- und Desinformation sind falsche oder irreführende Medieninhalte, deren Verbreitung vor allem in sozialen Medien besorgniserregend ist. Durch unklare Begriffsdefinitionen und die Unsicherheit über wirksame Maßnahmen gegen Fake News wird die Problematik noch verstärkt. Empirische Forschung zeigt, dass Fake News zwar weniger verbreitet sind, jedoch intensiver in bestimmten Kreisen konsumiert werden.
Ein geringes Vertrauen in politische und mediale Institutionen erhöht die Empfänglichkeit für solche falschen Informationen. Die Debatte um Fake News wurde maßgeblich durch die Wahl Donald Trumps 2016 und das Brexit-Referendum angestoßen, als unzuverlässige Informationen in sozialen Medien von böswilligen Akteuren verbreitet wurden. Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, hat die EU Initiativen wie „EU vs. Disinfo“ und das European Digital Media Observatory ins Leben gerufen. Für weiterführende Informationen zu diesem Thema schauen Sie auf die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung.
Digitale Kompetenzen als Schlüssel
Um effektiv gegen Desinformation vorzugehen, sind digitale Kompetenzen unerlässlich. Ein neues Kompetenzmodell, das „Synergistic Literacy Model against Disinformation“, kombiniert Critical Media Literacy und Data Literacy. Dieses Modell zielt darauf ab, insbesondere Jugendliche, die mit Desinformation konfrontiert werden, zu unterstützen. Die Notwendigkeit spezieller Kompetenzen wird durch die zunehmende Datafizierung in unserer Gesellschaft verstärkt.
Die Förderung von Medienkompetenz ist ein wesentlicher Schritt, um den aktuellen Zustand des Medienkonsums zu wahren und das Vertrauen in seriöse Quellen zu stärken. Kritische Auseinandersetzung mit Medieninhalten sowie das Bewusstsein für Funktionsweisen von Medien, insbesondere Social Media, sind entscheidend. Studien zeigen, dass intensive Fake-News-Verbreiter oft über hohe Medienkompetenz verfügen und gezielt unseriöse Quellen nutzen. Bildungseinrichtungen müssen daher geeignete Rahmenbedingungen schaffen, um Lernformate zu entwickeln, die mehrere Sinne ansprechen und die Fähigkeit fördern, Wissen zu vermitteln. Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie in der Untersuchung von Soßdorf et al. auf JFF.