Am Samstag, den 7. Juni 2025, war im Stadtsaal Waidhofen/Thaya ordentlich etwas los: Der Verein Zuversicht feierte stolz sein 50-jähriges Bestehen. Ein Anlass, der nicht nur die Mitglieder zusammenbrachte, sondern auch zahlreiche Gäste aus der Region anlockte. Das Fest begann mit einem fesselnden Image-Film, der die Entwicklung des Vereins beleuchtete und die Stimmung im Saal anfeuerte – so sehr, dass zusätzliche Sessel aufgestellt werden mussten, um allen Platz zu bieten.
Obmann Martin Hetzendorfer, der seit 1992 das Steuer des Vereins leitet, sprach voller Begeisterung über die Freude am gemeinsamen Leben von Menschen mit und ohne Behinderung. In seiner Rede betonte er die Dringlichkeit gesetzlicher Grundlagen für eine vollständige Inklusion, die für alle Gesellschaftsmitglieder von großer Bedeutung sind.
Historischer Rückblick und Festredner
Besonderes Interesse erregte die Videobotschaft von Johanna und Ernst Vitecek, den Gründern des Vereins, die Einblicke in die Anfänge vor 50 Jahren gaben. Auch die Festredner – darunter Bürgermeister Josef Ramharter, Bürgermeisterin Alexandra Weber, Bezirkshauptfrau Manuela Herzog und Bundesrätin Viktoria Hutter – hoben die Bedeutung des Vereins für die Region hervor und zeigten sich beeindruckt von der gelungenen Entwicklung.
Die musikalische Untermalung des Festaktes übernahmen die Musikwerkstatt der Tagesstätte sowie die Tanzgruppe unter der Leitung von Ulli Immervoll. Auch die Schuhplattler der Landjugend Ludweis sorgten für Unterhaltung und gute Stimmung im Saal.
Der Weg des Vereins und zukünftige Pläne
Der Verein Zuversicht wurde ursprünglich gegründet, um Therapiemöglichkeiten im Waldviertel zu bieten. Im Jahr 1985 öffnete das Ambulatorium „Haus der Zuversicht“ seine Türen. Seitdem hat sich viel getan: 1996 wurde das Therapieangebot durch einen Zubau erweitert, und mittlerweile finden zahlreiche Angebote für Menschen mit Behinderung statt, darunter das Beschäftigungsprojekt „MühlenHof – RadVit“ und die Tagesstätte „Zuversicht“ in Kleinpertholz.
Im Jubiläumsjahr steht zudem ein Umbau des Stadls zu einer winterfesten Werkstatt auf der Agenda. „Wir sind auf der Suche nach Unterstützung in Form von Mitgliedschaften oder Spenden“, so Hetzendorfer. Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und die Schaffung inklusiver Strukturen sind auch im Sinne der Unabhängigkeitsbestrebungen der Menschen mit Behinderung von großer Bedeutung.
Parallel dazu gibt es in vielen Städten, etwa auch in Charlottenburg-Wilmersdorf, Bestrebungen, die Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen zu fördern. Es wird aktiv daran gearbeitet, Barrieren abzubauen und eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle zu gewährleisten, wie auf berlin.de beschrieben wird.
Das Jubiläum des Vereins Zuversicht ist somit nicht nur ein Grund zu feiern, sondern auch eine Gelegenheit, über die Herausforderungen und Fortschritte in der Inklusion von Menschen mit Behinderungen nachzudenken. So wurde bis in die späten Abendstunden mit der Big Band Waidhofen/Thaya und einem Tanzworkshop mit Christa Sarcletti von „DanceAbility“ weiter gefeiert.
Inspiriert von diesen Feierlichkeiten lädt der Verein alle Interessierten ein, sich selbst zu engagieren und so einen aktiven Beitrag zur weiteren Entwicklung der Inklusion zu leisten. Denn wie es Martin Hetzendorfer richtig formulierte: „Gemeinsam leben – das ist unser Ziel!“






