Am Samstagvormittag fand in der Landwirtschaftlichen Fachschule in Warth die Wahl zum neuen Bezirksfeuerwehrkommandanten von Neunkirchen statt. In einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen setzten sich die beiden Kandidaten, Josef Huber und Mario Lukas, zur Wahl. Während der 63-jährige Josef Huber, der seit 2004 als Bezirksfeuerwehr-Chef agierte, enttäuscht zur Kenntnis nehmen musste, dass er die Kampfabstimmung verlor, trat Mario Lukas, der 38-jährige Neunkirchner Feuerwehrkommandant, als Gewinner hervor. Lukas erhielt 90 Stimmen, während Huber 72 Stimmen bekam. Huber hatte ursprünglich geplant, bis zu seinem 65. Lebensjahr im Amt zu bleiben und war im Landesfeuerwehrverband für Ausrüstung und Technik verantwortlich. Er hatte in seiner Amtszeit mehrere Katastrophen, darunter Hochwasser und den Waldbrand in Hirschwang 2021, erfolgreich gemanagt. Mehr dazu hier.
Die Wahl fand am 28. Februar statt und es war im Vorfeld unklar, wie das Ergebnis ausfallen würde. Ein Stimmungsbild unter den Feuerwehrkommandanten zeigte, dass etwa die Hälfte hinter Huber und die andere Hälfte hinter Lukas stand. Mario Lukas, der bereits Ambitionen hatte, Huber abzulösen, erklärte nach seinem Sieg, dass er nur für die aktuelle Position zur Verfügung stehe und in zweieinhalb Jahren nicht mehr kandidieren würde. Er betonte den Zusammenhalt und die Kameradschaft im neuen Bezirksfeuerwehrkommando und hob hervor, dass die Feuerwehrarbeit im Bezirk weiterhin im Vordergrund stehen müsse. Huber hingegen dankte seinen Unterstützern und hob die umgesetzten Projekte für den Bezirk hervor. Lesen Sie mehr dazu hier.
Ein neues Kapitel für die Feuerwehr Neunkirchen
Die Übergabe des Amtes markiert einen Wendepunkt für die Feuerwehr im Bezirk Neunkirchen. Mario Lukas wird nun die Herausforderung annehmen müssen, die Bedürfnisse der Feuerwehr und die Erwartungen der Bevölkerung zu vereinen. Es bleibt abzuwarten, wie er die Tradition und Innovation miteinander verknüpfen kann. Die Feuerwehr hat in der Region eine wichtige Rolle und ist nicht nur für die Brandbekämpfung zuständig, sondern auch für die allgemeine Sicherheit und den Katastrophenschutz.
Die Wahl hat gezeigt, dass der Wunsch nach frischem Wind und neuen Ideen unter den Feuerwehrkommandanten präsent ist. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie die Erfolge von Josef Huber in den kommenden Jahren fortgeführt werden können. Die Herausforderungen, die aus der Klimakrise resultieren, erfordern innovative Ansätze und eine enge Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte.
Insgesamt steht die Feuerwehr Neunkirchen vor einer spannenden Zeit, in der die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die neuen Herausforderungen und die Veränderungen im Einsatzgeschehen erfordern ein starkes und engagiertes Team, das gemeinsam an einem Strang zieht.