Am Donnerstagvormittag, dem 27. Februar 2026, kam es auf der Donau bei Tulln und Zwentendorf zu einem beeindruckenden Feuerwehreinsatz. Grund dafür waren zwei herrenlose Boote, die die Einsatzkräfte auf Trab hielten. Um 10.30 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Zwentendorf zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Kleinschönbichl alarmiert, die bereits zur Bootsbergung nahe der Rosenbrücke im Einsatz war. Während die Feuerwehr Kleinschönbichl ihren Suchbereich abdeckte, erhielt man die Nachricht über ein weiteres Boot in Zwentendorf. Die Situation erforderte eine koordinierte Suche auf der Donau.

Die Einsatzkräfte teilten den Suchbereich auf: Die Feuerwehr Zwentendorf übernahm die Kontrolle vom Donaukraftwerk Altenwörth bis Kleinschönbichl, während die Feuerwehr Kleinschönbichl stromabwärts suchte. Durch den Einsatz eines Polizeihubschraubers wurde die Suche aus der Luft unterstützt, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich möglicherweise weitere Boote auf der Donau befanden. Die Lage war angespannt, doch die Einsatzkräfte zeigten sich entschlossen und gut organisiert.

Erfolgreiche Bergung der Boote

Im Laufe des Einsatzes wurden schließlich zwei Boote lokalisiert. Das erste Boot befand sich auf Höhe Tulln und wurde von der Schifffahrtsaufsicht geborgen und im Hafen Tulln gesichert. Das zweite Boot, das in einem Industriepark Pischelsdorf entdeckt wurde, war unter einem Schleppverband bei angelegten Großschiffen eingeklemmt. Dank einer Lagebesprechung konnten die Großschiffe voneinander getrennt werden, was das eingeklemmte Boot freigab. Gemeinsam mit dem Feuerwehrboot der Feuerwehr Kleinschönbichl wurde das zweite Boot schließlich geborgen und im Hafen Kleinschönbichl gesichert.

Die gesamte Aktion dauerte rund zwei Stunden. Alle eingesetzten Kräfte konnten nach erfolgreichem Abschluss des Einsatzes wieder einrücken. Mögliche Ursachen für die herrenlosen Boote könnten eine ungenügende Sicherung aufgrund von Schneeschmelze und dem hohen Wasserstand der Donau gewesen sein. Dies zeigt deutlich, wie wichtig eine sorgfältige Überwachung der Wasserstände und eine ordnungsgemäße Sicherung von Booten sind, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.

Weitere Einsätze auf der Donau

Ähnliche Szenarien ereigneten sich in der Vergangenheit, wie zum Beispiel am 30. Juli 2023, als die Bezirksalarmzentrale Krems wegen eines treibenden leeren Kanus alarmiert wurde. Auch hier waren mehrere Feuerwehren sowie Rettungsdienste im Einsatz, um die Situation zu klären. Solche Einsätze verdeutlichen die Herausforderungen, die die Rettungskräfte bei Hochwasser und unzureichender Bootssicherheit bewältigen müssen. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen, wie Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei, ist dabei unerlässlich.

Die jüngsten Ereignisse auf der Donau erinnern uns daran, dass Sicherheit auf dem Wasser höchste Priorität hat. Die Bevölkerung wird daher aufgerufen, bei der Nutzung von Booten stets auf eine ordnungsgemäße Sicherung zu achten und im Falle eines Notfalls die Einsatzkräfte zu informieren und einzuweisen. Weitere Informationen und Einsätze finden Sie unter diesem Link, hier sowie an dieser Stelle.