Am Montag, dem 9. Februar 2026, ereignete sich im Waldviertel ein tragischer Arbeitsunfall, der einem 25-jährigen Mann das Leben kostete. Der Unfall geschah gegen 16:00 Uhr im Gemeindegebiet von Kirchschlag im Bezirk Zwettl, einer Region, die von landwirtschaftlich genutzten Flächen und dichten Waldgebieten geprägt ist. Der junge Mann war mit einer landwirtschaftlichen Zugmaschine auf einem Waldweg unterwegs, als sein Fahrzeug von der Fahrbahn abkam und etwa 30 Meter eine steile Waldböschung hinabstürzte. Dabei überschlug sich der Traktor mehrfach. Der Fahrer wurde aus der Maschine geschleudert und blieb unter der A-Säule des Traktors eingeklemmt. Erst gegen 19:00 Uhr entdeckte sein Bruder den verunglückten Traktor und alarmierte die Rettungskräfte. Trotz des schnellen Einsatzes erlag der Mann noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die Landespolizeidirektion Niederösterreich hat Ermittlungen zum genauen Hergang des Unfalls eingeleitet. Kirchschlag hat rund 3.500 Einwohner und ist stark landwirtschaftlich geprägt, was die Tragik dieses Vorfalls besonders unterstreicht. Weitere Informationen zu diesem Unfall können in einem Artikel auf Tips.at nachgelesen werden.

Arbeitsunfälle in der Landwirtschaft

Der tragische Vorfall in Kirchschlag wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitssituation in der Landwirtschaft, einem Bereich, der nach wie vor von zahlreichen Unfällen geprägt ist. Laut der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) gab es im Jahr 2024 einen Rückgang der tödlichen Arbeitsunfälle in der Landwirtschaft von 125 auf 99. Dies ist das erste Mal, dass die Zahl der tödlichen Unfälle unter 100 liegt. Im selben Jahr wurden insgesamt 57.816 meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle registriert, was im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert bleibt.

Im Speziellen in der Landwirtschaft wurden 31.959 meldepflichtige Unfälle dokumentiert. Die Zahl der tödlichen Unfälle in diesem Bereich fiel von 73 auf 54. Besonders bemerkenswert ist der Rückgang der tödlichen Unfälle durch Schlepper, die von 13 auf 6 zurückgingen. Dennoch bleibt der Umgang mit landwirtschaftlichen Maschinen und Tieren eine der häufigsten Unfallursachen, wobei Unfälle mit Rindern, Vorfälle auf Betriebswegen sowie mit Pferden und Schleppern die häufigsten Gründe darstellen.

Unfallursachen und -statistiken

Die Unfallstatistiken der SVLFG zeigen, dass die häufigsten Unfallursachen in der Landwirtschaft in den letzten Jahren zwar rückläufig waren, dennoch weiterhin ernst genommen werden müssen. Während Unfälle durch Rinder um 5% zurückgingen und Wegeunfälle um 6%, gab es einen Anstieg der Unfälle mit Pferden um 12% sowie einen Anstieg bei Unfällen mit Schleppern um 4%. Dies verdeutlicht, dass trotz der positiven Entwicklung in der Anzahl tödlicher Unfälle weiterhin ein hohes Risiko besteht, das durch präventive Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen verringert werden sollte.

Die Sicherheitslage in der Landwirtschaft ist von großer Bedeutung, nicht nur für die betroffenen Personen, sondern auch für die gesamte Branche. Eine ständige Sensibilisierung für Sicherheitsrisiken und die Förderung von Schulungsmaßnahmen könnten dazu beitragen, die Zahl der Unfälle weiter zu reduzieren. Viele Landwirte sind sich der Gefahren, die mit ihrer Arbeit verbunden sind, bewusst, dennoch ist es entscheidend, dass jeder Unfall als Warnsignal dient und zur Verbesserung der Sicherheitsstandards beiträgt. Weitere Informationen zur Unfallstatistik und Sicherheitsvorkehrungen in der Landwirtschaft finden Sie auf der Webseite der SVLFG unter svlfg.de.