Das Radiolandschaft in Niederösterreich und Wien hat sich kürzlich gewaltig verändert. Der Privatsender Stadtradio 1, der 2022 als Stadtradio Krems ins Leben gerufen wurde und im August 2025 umbenannt wurde, hat seine terrestrische Verbreitung entscheidend erweitert. Die Medienbehörde KommAustria hat dem Sender eine neue UKW-Frequenz mit 96,0 MHz zugeteilt, die nun das Sendegebiet in Richtung Osten ausdehnt und Teile Niederösterreichs sowie Wien erreicht. Der neue Senderstandort in Klosterneuburg auf dem Freiberg sorgt dafür, dass das Signal in Klosterneuburg, Stockerau und Tulln vollflächig verbreitet wird. Dies verbessert die Versorgung in Wien, insbesondere in den Bezirken Floridsdorf und Donaustadt, und die technische Reichweite erstreckt sich bis nach Gänserndorf im Weinviertel. Geschäftsführer Robin Schmutzer sieht in dieser Entwicklung einen weiteren Schritt auf dem Erfolgskurs des Senders, der nun das Potenzial hat, rund 300.000 zusätzliche Hörerinnen und Hörer zu erreichen.
Das Programm von Stadtradio 1 richtet sich vornehmlich an die Zielgruppe über 30 Jahre und bietet eine Mischung aus Kulthits der 70er, 80er und 90er sowie aktuellen Titeln. Diese höhere Hörerzahl macht den Sender für Werbepartner im Großraum Wien besonders attraktiv. Technischer Leiter Christian Kocher hebt die Standortwahl als entscheidend für die künftige Entwicklung des Senders hervor. Die Erweiterung der Reichweite ist ein klares Zeichen für die positive Entwicklung des Radios in der Region und zeigt, dass lokale Sender auch in einer digitalisierten Welt ihren Platz haben können.
UKW und die Zukunft des Hörfunks
In Deutschland bleibt UKW der meistgenutzte Weg zum Radiohören, und das trotz der anhaltenden Diskussion über digitale Übertragungswege. Ursprünglich war die Abschaltung des analogen UKW-Hörfunks für 2010 geplant. Doch auch im Jahr 2025 wird UKW weiterhin am häufigsten genutzt. Die erste Zuweisung von UKW-Frequenzen wurde sogar bis 2040 erteilt. Laut aktuellen Studien entfällt nur ein Fünftel der Radio-Nutzung auf digitale Wege wie DAB+ und Webradio. Der Großteil der Radiohörer nutzt nach wie vor Kabel, Satellit und UKW. DAB+ wird häufig erst bei der Anschaffung neuer Geräte, wie beispielsweise Küchengeräten oder Autos, in Betracht gezogen.
Die Programminhalte sind für den Hörfunkkonsum entscheidend, nicht der Verbreitungsweg. DAB+ wächst zwar langsam und bietet Vorteile wie mehr Programme und besserer Empfang, doch die Nachfrage nach Digitalradios bleibt gering. In vielen Bundesländern, einschließlich Nordrhein-Westfalen, haben die Veranstalter bereits entschieden, die UKW-Technologie bis 2040 beizubehalten. Während Deutschlandradio den Umstieg auf digitale Übertragungswege plant, wird in Rheinland-Pfalz ein langsames Auslaufen von UKW angestrebt.
So zeigt sich, dass das Radio, ob analog oder digital, nach wie vor eine wichtige Rolle im Alltag vieler Menschen spielt. Die Entwicklungen bei Stadtradio 1 sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie lokale Sender ihre Reichweite ausbauen und sich an die Bedürfnisse ihrer Hörer anpassen können. Für mehr Informationen über die aktuellen Veränderungen in der Radiolandschaft, können Sie die Quelle besuchen.