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In St. Pölten wurde kürzlich ein spannender Wettbewerb durchgeführt, an dem Teilnehmerinnen des BRG/BORG St. Pölten, Mary Ward Gymnasium und BASOP/BAfEP St. Pölten teilnahmen. Anlässlich des 100. Geburtstags des tschechischen Schriftstellers Arnošt Lustig wurde dieser Wettbewerb organisiert, um sein literarisches Erbe und seine humanistischen Ideen zu ehren. Die Arnošt Lustig Foundation veranstaltete den Wettbewerb im Rahmen des Festivals „FestivAL100“, das im Jahr 2026 stattfinden wird und zahlreiche Veranstaltungen in verschiedenen Ländern plant. Interessierte können mehr über das Festival auf der Website der Stadt St. Pölten erfahren (Link zur Quelle).

Arnošt Lustig, geboren am 21. Dezember 1926 in Prag, war nicht nur Schriftsteller, sondern auch Überlebender des Holocaust. Seine Erfahrungen in KZs wie Auschwitz und Buchenwald prägten seine Werke, die sich stark mit den Themen Menschlichkeit und Demokratie auseinandersetzen. Lustig verarbeitete seine Erlebnisse in bedeutenden Literaturwerken, darunter „Diamanten der Nacht“ und „Dita Saxová“. Sein Leben und seine Kreationen werden durch das Festival gefeiert, das mit dem Motto „Meine Helden sind unheroische, gewöhnliche Menschen…“ aufwartet und die Werte Menschlichkeit und Verantwortung stärken möchte.

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Ergebnisse des Wettbewerbs

Die Ergebnisse des Wettbewerbs waren beeindruckend. In der Kategorie Gedicht erzielten die Schüler der BASOP/BAfEP St. Pölten herausragende Leistungen: Kathrin Allram gewann den ersten Platz, gefolgt von Sabrina Schiebl auf dem zweiten Platz und Ilana Otta auf dem dritten Platz. In der Kategorie Kurzgeschichte setzte sich Hannah Zederbauer von der BASOP/BAfEP durch, während Ela Yildiz vom Mary Ward Gymnasium und Jana Prater vom BORG St. Pölten die Plätze zwei und drei belegten. In der Kategorie Essay wurden Viktoria Heinz und Pelikan Nemesis, beide vom BORG St. Pölten, mit dem zweiten und dritten Platz ausgezeichnet.

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Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden zu einem zweitägigen Aufenthalt nach Brünn eingeladen, wo sie eine Vielzahl von Aktivitäten erwartete. Unter den Begleitpersonen befanden sich Prof. Brottrager, Prof. Hollaus, Prof. Gsell sowie Stefanie Daxbeck vom Büro für Internationale Kontakte und Gabriele Bajalan vom Partnerstädtekomitee. In Brünn erlebten die Teilnehmer einen historischen Rundgang durch die Altstadt, Workshops am Österreich Institut Brno und die Präsentation ihrer ausgezeichneten Texte. Besonderes Highlight war die Begegnung mit Eva Lustigová, der Tochter von Arnošt Lustig und Mitbegründerin der Arnošt Lustig Foundation.

Das Festival „FestivAL100“

Das Festival „FestivAL100“ wird ein Multi-Genre-Event sein, das in zehn Ländern auf vier Kontinenten stattfinden soll. Es wird Literatur, Ausstellungen, Musik, Film und Bildung umfassen. Eva Lustigová spielt eine zentrale Rolle als Initiatorin, und das Festival ist offiziell in die Liste der bedeutenden UNESCO-Jubiläen für 2026 und 2027 aufgenommen worden. Die Stadtbibliothek in Prag plant die digitale Veröffentlichung von über 20 Romanen und Novellen von Lustig, um sein literarisches Erbe zu bewahren. Eine Ausstellung mit dem Titel „Arnošt Lustig. Ein Zeuge des Zerfalls der Menschlichkeit“ sowie Workshops in Gedenkstätten werden ebenfalls Teil des Festivals sein.

Das Festival bietet auch einen Literaturwettbewerb mit dem Thema „Das Gute im Menschen zeigt sich in seinen Taten“, um Schüler aus Brünn, St. Pölten und Wien zur Auseinandersetzung mit menschlichen Werten zu animieren. Gleichzeitig wird eine Ausstellung namens „Arnošts Weg“ in Österreich präsentiert, die auf einem Comicroman von Markéta Pilátová basiert. Diese vielfältigen Aktivitäten unterstreichen die Relevanz von Lustigs Botschaften, die auch heute noch von Bedeutung sind.

Arnošt Lustig, dessen Leben von dramatischen Wendungen geprägt war, starb am 26. Februar 2011 in Prag. Er war ein bedeutender Schriftsteller, der sich mit dem Holocaust und den Erfahrungen der Juden während des Zweiten Weltkriegs auseinandersetzte. Sein literarisches Erbe ist nicht nur in seinen Büchern, sondern auch in den zahlreichen Veranstaltungen und Initiativen, die zu seinem 100. Geburtstag stattfinden, lebendig. Der Dokumentarfilm „Fighter“ thematisiert zudem die Geschichten seiner Freunde und Bekannten, die ebenfalls unter den nationalsozialistischen Verfolgungen litten. Lustigs Werke werden auch weiterhin als wichtige Zeugnisse der Menschlichkeit und des Überlebens in Erinnerung bleiben.