Am 10. Februar 2026 kam es in St. Pölten zu einem versuchten Raubüberfall, der in der Julius Raab-Promenade stattfand. Ein 33-jähriger slowakischer Staatsbürger wurde von der Polizei festgenommen, nachdem er versucht hatte, zwei unbekannte Personen mit Schlägen und Tritten zur Herausgabe von Bargeld zu nötigen. Zeugen berichteten von der Situation und alarmierten sofort die Polizei, die den Verdächtigen noch vor Ort stellen konnte. Der Mann gestand die Taten während der Einvernahme und wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.
Zusätzlich zu dem Raubversuch wird dem 33-Jährigen vorgeworfen, eine Fensterscheibe eingeschlagen zu haben, um in eine nahegelegene Bankfiliale einzudringen. Diese Informationen wurden sowohl von der Polizei in St. Pölten als auch von NÖN bestätigt. Die genaue Schadenshöhe ist derzeit noch Gegenstand laufender Ermittlungen. Die Polizei bittet zudem die beiden Opfer, sich mit den ermittelnden Kriminalisten des Stadtpolizeikommandos St. Pölten unter der Telefonnummer 059133-35-3333 in Verbindung zu setzen.
Hintergründe zur Kriminalität in Österreich
Um die Vorfälle in St. Pölten im Kontext zu betrachten, lohnt sich ein Blick auf die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), die die Entwicklung des kriminellen Geschehens in Österreich erfasst. Diese Statistik ist ein wichtiges Instrument zur strategischen Planung kriminalpolizeilicher Maßnahmen und wird seit 2001 fortlaufend aktualisiert. Sie erfasst alle angezeigten Fälle, die an die Gerichte übermittelt wurden, und bietet eine Grundlage zur Analyse von Langzeitentwicklungen in der Kriminalität.
Die PKS hilft nicht nur bei der Bekämpfung von Kriminalität, sondern liefert auch wertvolle Informationen über das Anzeigeverhalten der Bevölkerung und die Intensität polizeilicher Kontrollen. Es ist wichtig zu beachten, dass die PKS keine Dunkelfeldkriminalität erfasst, was bedeutet, dass nicht alle Straftaten in der Statistik erscheinen. Diese Aspekte sind entscheidend für das Verständnis von Vorfällen wie dem in St. Pölten und zeigen, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung und den Ermittlungsbehörden ist.