In der kleinen Stadt St. Pölten hat sich ein spannendes neues Projekt formiert: Das Österreichische Institut für systemische Kommunikations- und Mediengestaltung (ÖSKM) hat seine Tore geöffnet. Unter der Leitung von Kommunikationsexperte Markus Feigl, einem erfahrenen Kopf in der Branche, wird ein vierköpfiges Forschungsteam daran arbeiten, die Kommunikation mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) neu zu denken. Das Ziel? Inhalte sollen individuell auf die Leser:innen zugeschnitten werden, um eine bessere Ansprache und Interaktion zu ermöglichen. Das Institut ist sowohl privat als auch unabhängig finanziert und setzt seinen Fokus an der Schnittstelle von Coaching, Medien, Kommunikation und KI. Weitere Informationen können auf der Webseite von Horizont nachgelesen werden.
Die Relevanz von KI in der Medienlandschaft ist nicht zu unterschätzen. Sie bietet nicht nur Chancen für effizientere Prozesse im Medienmanagement, sondern ermöglicht auch eine präzisere Datenanalyse. Führungskräfte in der Medienbranche können durch automatisierte Systeme fundierte Entscheidungen treffen, während die Echtzeit-Auswertung von Nutzerdaten hilft, Trends und Zielgruppenverhalten frühzeitig zu erkennen. Medienmanager:innen haben die Möglichkeit, ihre Strategien schnell und effektiv anzupassen. Die Optimierung der Ressourcenplanung durch KI trägt dazu bei, dass Investitionen gezielt auf erfolgreiche Formate und Themen konzentriert werden können. Dies führt zu einer höheren Effizienz im Budgeteinsatz und spart Kosten. Wer mehr über die Vorteile der KI im Medienbereich erfahren möchte, findet interessante Details auf der Mobile University.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten von KI
Die Einsatzfelder von KI in den Medien sind vielfältig. Angefangen bei der automatischen Textproduktion über Transkription und Übersetzung bis hin zur Erstellung von Bildern und Videos. KI kann sogar bei der Themenfindung, der Personalisierung von Nachrichten und der Trendanalyse helfen. In der Praxis nutzen bereits lokale Nachrichten-Apps KI, um die Themenauswahl und den Workflow zu optimieren, während der Bayerische Rundfunk KI-Tools für Artikelzusammenfassungen und automatisierte Newsfeeds einsetzt. Auch im Bereich der Podcasts wird KI verwendet, etwa durch KI-Sprachsynthese, die mehrsprachige Inhalte ermöglicht. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie wichtig Medienkompetenz wird, da KI-Inhalte oft korrekt und vollständig erscheinen. Für tiefergehende Informationen zu den aktuellen Trends und Herausforderungen in der Medienlandschaft lohnt sich ein Blick auf den Blog der Medientage.
Die Diskussion über die Auswirkungen von KI auf die Medien ist in vollem Gange. Während KI neue Zielgruppen ansprechen und traditionelle Grenzen überwinden kann, gibt es Bedenken hinsichtlich Medienethik, Transparenz und Qualitätssicherung. Experten wie Johannes Sommer von Retresco betonen die Notwendigkeit, das Vertrauen der Nutzer:innen in den Umgang mit KI zu stärken. Angesichts der Veränderungen in der Internetsuche und den damit verbundenen Traffic-Verlusten für Medienunternehmen müssen Publisher ihre Strategien überdenken, um in der neuen, KI-gesteuerten Welt weiterhin relevant zu bleiben. Die MEDIENTAGE MÜNCHEN 2025, die vom 22. bis 24. Oktober stattfinden, werden sich ebenfalls mit diesen Themen auseinandersetzen und neue Trends beleuchten.