In St. Pölten hat das Österreichische Institut für systemische Kommunikations- und Mediengestaltung (ÖSKM) seine Arbeit aufgenommen. Dieses neu gegründete Institut versteht sich als private Plattform, die an der Schnittstelle von Coaching, Medien, strategischer Kommunikation und Künstlicher Intelligenz agiert. Unter der Leitung von Markus Feigl, einem erfahrenen Kommunikationsberater und Journalismustrainer, verfolgt das ÖSKM einen systemischen Ansatz, der Kommunikation im Kontext von Teams, Organisationen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen betrachtet.

Das ÖSKM hat sich zum Ziel gesetzt, ein Modell zu entwickeln, das Künstliche Intelligenz, Algorithmen und kontinuierliche Tests nutzt. Damit sollen Inhalte gezielter angepasst und die Verständlichkeit verbessert werden. Feigl betont, dass in der Massenkommunikation häufig ungenaue Zielgruppen angesprochen werden, was nicht ideal sei. Daher konzentriert sich das Institut auf vier Hauptbereiche: Aus- und Weiterbildung, Beratung und Coaching, Forschung und Publikationen sowie Netzwerk- und Projektarbeit. Zum Team gehören neben Feigl auch Beatrix Biegler, eine SAP-Expertin und systemische Coachin, sowie weitere Expertinnen für Marketing und Bewegtbild.

Hintergründe und Herausforderungen

Die Gründung des Instituts basiert auf drei wesentlichen Faktoren: dem wachsenden Einsatz von KI in der Kommunikation, dem steigenden Veränderungsdruck in Organisationen und dem zunehmenden Bedarf an strategischer Orientierung. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in der breiteren Kommunikationslandschaft wider, die sich durch die digitale Transformation grundlegend verändert hat. Laut dem „Digital News Report 2024“ konsumieren bereits 68% der Deutschen Nachrichten primär über digitale Kanäle.

Die Verkaufszahlen von Tageszeitungen in Deutschland sind von 23,7 Millionen im Jahr 2000 auf weniger als 12 Millionen gesunken. Gleichzeitig wächst die Zahl der digitalen Nachrichtenportale. Unternehmen investieren zunehmend in digitale Medien, was sich auch in den Werbeausgaben widerspiegelt: Über 50% der Werbeausgaben werden 2024 in digitale Medien fließen. Es ist klar, dass traditionelle Zeitungsverlage ihre Strategien anpassen müssen, um den neuen Gegebenheiten gerecht zu werden.

Die Rolle von Künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz spielt eine immer wichtigere Rolle in der Kommunikation. So bearbeiten KI-gestützte Chatbots bereits 47% der Kundenanfragen im First-Level-Support und optimieren Kommunikationsprozesse durch den Einsatz von Analysetools. Ein Beispiel dafür ist der KI-Chatbot-Builder von Chatbase, der das Training von ChatGPT ermöglicht und eine Interaktion über API erlaubt. Hierbei werden Daten wie Benutzereingaben und Chat-Inhalte verarbeitet, wobei die rechtlichen Grundlagen der DSGVO beachtet werden müssen.

Die Integration von Künstlicher Intelligenz ist jedoch nicht ohne Herausforderungen. Die Informationsflut führt oft zu einer sogenannten „Digital Fatigue“, während sich Fake News in sozialen Medien bis zu sechsmal schneller verbreiten als wahre Nachrichten. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, sind technologische Lösungen wie KI-basierte Fact-Checking-Tools und Digital Literacy Programme von entscheidender Bedeutung.

Weichen für die Zukunft stellen

Die digitale Transformation bietet nicht nur Herausforderungen, sondern auch Chancen. Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Kommunikationskosten um durchschnittlich 32% zu senken und die Mitarbeiterzufriedenheit um 45% zu steigern. Innovative Konzepte wie „Digital Literacy Labs“ und „Peer-to-Peer Learning“ können dazu beitragen, die digitale Kompetenz zu fördern und den Zugang zu digitalen Kommunikationsmitteln zu verbessern.

Insgesamt zeigt sich, dass die Entwicklung ganzheitlicher Digital-Strategien, kontinuierliche Investitionen in digitale Kompetenzen und die Balance zwischen Innovation und Datenschutz entscheidend für eine erfolgreiche digitale Kommunikation sind. Das ÖSKM in St. Pölten wird sicherlich einen wertvollen Beitrag zu diesem Prozess leisten und die Zukunft der Kommunikation aktiv mitgestalten.

Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel auf PR-Journal, sowie in den Details zu KI-Anwendungen auf ARD-ZDF Medienakademie und der Studie zur digitalen Transformation auf MNU-BB.