In der malerischen Kulisse von St. Pölten steht eine Veranstaltung an, die Literaturbegeisterte und Sprachliebhaber zusammenbringen wird. Organisiert von Johannes Schmid, wird der Löwinnenhof zum Schauplatz eines Austausches zwischen zwei Autoren, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Sprache als Erfahrungs- und Erkenntnisraum auseinandersetzen. Wolfgang Mayer König und Florian Mayer König bieten einen spannenden Dialog, der sowohl reflektierte Dichtung als auch experimentelle Offenheit umfasst. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter www.loewinnenhof.at.
Wolfgang Mayer König ist nicht nur ein Schriftsteller, sondern auch Universitätsprofessor, der sich intensiv mit der anspruchsvollen Form des „Long Poem“ auseinandersetzt. In seinen Gedichten verbindet er subjektive Erfahrungen mit historischer Wirklichkeit und eröffnet damit vielfältige Aussageebenen. Besonders aufschlussreich ist sein Buch, das sich mit Schillers „Ode an die Freude“ beschäftigt und deren politische Deutung sowie ideengeschichtliche Wirkung untersucht. Mayer König schafft es, analytische Aspekte mit erzählerischen Elementen zu verbinden, was seine Lesungen stets zu einem Erlebnis macht.
Schillers Ode an die Freude: Ein politisches Gedicht?
Ein weiteres Highlight in Wolfgang Mayer Königs Schaffen ist seine Lesung im Leipziger Schillerhaus, die in Zusammenarbeit mit dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig und dem Verein Deutsche Sprache e.V. organisiert wurde. Dort stellte sich die zentrale Frage: „Ist Schillers Ode an die Freude ein politisches Gedicht?“ Wolfgang Mayer König hielt einen Vortrag, der die vereinbarte Lesezeit überschritt und die Zuhörer mit einer unterhaltsamen und nicht belehrenden Analyse fesselte. Dabei thematisierte er Schillers Zwiespalt und die Verbindung von Freude und Brüderlichkeit, während Beethoven die Ode vertonte und sie so als Völkerlied berühmt machte. Das Buch zu seinem Vortrag trägt den Titel „Ist Schillers Ode an die Freude ein politisches Gedicht?“, ist im Verlag Buchschmiede Wien erschienen und kostet € 20,70 (Hardcover) bzw. € 8,99 (E-Book), ISBN: 978-3-99152-039-9 (Hardcover), 978-3-99152-040-5 (E-Book). Weitere Details zur Veranstaltung und dem Vortrag sind unter lyrikgesellschaft.de zu finden.
Ein Erbe, das bis heute wirkt
Friedrich Schiller, der Autor der berühmten „Ode an die Freude“, gilt als einer der bedeutendsten Dichter, Dramatiker und Philosophen der deutschen Literatur. Seine Werke prägen die Klassik und beeinflussen Kunst, Politik und gesellschaftliche Werte bis heute. Zusammen mit Johann Wolfgang von Goethe war er Wegbereiter der Weimarer Klassik und setzte mit seinen Dramen wie „Maria Stuart“, „Die Räuber“ und „Wilhelm Tell“ Maßstäbe für sprachliche Kraft und humanistische Ideale. Schillers Leitmotive wie Freiheit, Gerechtigkeit und Verantwortung des Individuums sind zeitlos und finden auch in der heutigen Gesellschaft Resonanz.
Die „Ode an die Freude“ hat durch Beethovens Vertonung weltweite Bekanntheit erlangt und wird als Europahymne geschätzt. Schillers Vision einer freien, aufgeklärten Gesellschaft hat viele Generationen inspiriert und beeinflusst Debatten über Menschenrechte und Bürgerfreiheit bis in die heutige Zeit. Er bleibt eine zeitlose Stimme, deren Forderungen nach Freiheit und Humanität auch über 200 Jahre nach seinem Tod aktuell sind. Schillers kultureller Einfluss zeigt sich in Literatur, Musik, Theater und politischen Ideen und hält sein Erbe lebendig für neue Generationen. Weitere Informationen zu Schillers Einfluss finden Sie unter wir-helfen-gemeinsam.de.