Heute ist der 26.03.2026 und in St. Pölten, der Landeshauptstadt von Niederösterreich, wird mit Hochdruck an der Umsetzung der Mission „Klimaneutrale Stadt“ gearbeitet. Das Innovationsministerium (BMIMI) und der Klima- und Energiefonds unterstützen die österreichischen Städte in diesem zukunftsweisenden Vorhaben. Ziel dieser Initiative ist es, technische, sozial-ökologische und wirtschaftliche Innovationen zu fördern, um die Klimaneutralität zu erreichen und sich an den Klimawandel anzupassen.
Unter den zehn Pioniergroßstädten, die sich dieser Herausforderung stellen, befinden sich neben St. Pölten auch Wien, Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg, Klagenfurt, Villach, Dornbirn und Wiener Neustadt. Diese Städte repräsentieren mehr als ein Drittel der Bevölkerung Österreichs und entwickeln Lösungen, die auch für kleinere Gemeinden von Bedeutung sein können. Bei einem Bund-Pionierstadt-Gespräch kürzlich in St. Pölten trafen sich politische Vertreter:innen dieser Städte mit der Sektionschefin Henriette Spyra, um zentrale Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu erörtern. Themen wie klimaneutrale Energieversorgung, Mobilität und regionale Wertschöpfung standen im Fokus des Austauschs.
Fortschritte in St. Pölten
In St. Pölten wurde ein eigener Geschäftsbereich für Klimaagenden gegründet, um den Herausforderungen der Klimaneutralität gerecht zu werden. Ein besonders innovatives Projekt ist die Bürgerenergiegemeinschaft (BEG) EnergieRegion St. Pölten, die das gesamte Stadtgebiet umfasst und den Bürger:innen die Möglichkeit bietet, aktiv an der Energieversorgung teilzunehmen. Die BEG sorgt für den Zugang zu Photovoltaik-Strom, Wind- und Wasserkraft und trägt somit zur Schließung von Energieversorgungslücken bei.
Bürgermeister Matthias Stadler hob bei einem kürzlichen Treffen die Fortschritte hervor, die die Stadt durch die Energiegemeinschaft und eine neue städtische PV-Freiflächenanlage mit Batteriespeichern erzielt hat. Diese Maßnahmen beschleunigen die Energiewende in St. Pölten und zeigen, wie lokale Initiativen einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten können.
Ein umfassendes Netzwerk
Insgesamt beteiligen sich 47 Pionierstädte in Österreich an der Mission „Klimaneutrale Stadt“, die etwa 40% der Bevölkerung des Landes repräsentieren. Die zehn Pionier-Großstädte mit mehr als 50.000 Einwohner:innen arbeiten eng mit dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) zusammen, um ihre Verwaltungsstrukturen auf Klimaneutralität auszurichten und klimafitte Quartiere zu entwickeln. In den kommenden Jahren sollen erste klimaneutrale Stadtquartiere realisiert werden, und praxistaugliche Maßnahmen zur Umsetzung von Klimaschutzstrategien entwickelt werden.
Die Pionierstädte fungieren dabei als Lernumgebung für andere Städte in Österreich und ermöglichen den Austausch von Erfahrungen und Strategien. Dies wird durch über 50 neue Stellen unterstützt, die in den Pionierstädten geschaffen wurden, um die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zu beschleunigen. Außerdem arbeiten weitere Städte mit 10.000 bis 50.000 Einwohner:innen an Klimaneutralitätsfahrplänen, um lokale Emissionen zu senken.
Gemeinsam in die Zukunft
Die Begleitprozesse der „Mission Klimaneutrale Stadt“ fördern den gegenseitigen Austausch und die Unterstützung zwischen den Städten. St. Pölten und die anderen Pionierstädte stehen vor der gemeinsamen Herausforderung, innovative Lösungen zu finden, um den Klimaschutz voranzutreiben und die Lebensqualität für alle Bürger:innen zu verbessern. Diese Initiativen sind nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, sondern auch ein Signal, dass die Städte bereit sind, Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft zu übernehmen. Weitere Informationen finden Sie in der Quelle und hier.




