Am 22. Februar 2026 fand in St. Pölten-Land eine spannende Versammlung der Raiffeisenbank Region St. Pölten statt, die die Mitglieder und Interessierten nicht nur über aktuelle Themen informierte, sondern auch für herzhaftes Lachen sorgte. Stargast des Abends war der beliebte Kabarettist Herbert Steinböck, der mit seinem Programm „Best of – Aus jedem Dorf ein Hund“ die Lachmuskeln der Anwesenden trainierte. Die Veranstaltung war Teil einer Reihe von Sprengelversammlungen, die die Bank organisiert hatte, um die Gemeinschaft zu stärken und wichtige Themen zu diskutieren.

Im Rahmen der Versammlung wurde ein buntes Programm präsentiert. Besonders hervorzuheben ist die Bürgerenergiegemeinschaft Impuls 2.0, die sich aktiv an der Energiewende beteiligt und die Förderung erneuerbarer Energien in der Region zum Ziel hat. Der Obmann der Raiffeisenbank, Michael Hell, führte ein aufschlussreiches Gespräch mit der Geschäftsleiterin Ernestine Grießler und Thomas Schauer. Dabei wurden die herausfordernden Rahmenbedingungen des vergangenen Jahres thematisiert. Das Führungsteam stellte zudem verschiedene Projekte vor, die die Bank in naher Zukunft umsetzen möchte.

Bürgerenergiegemeinschaften im Fokus

Die Bürgerenergiegemeinschaften, wie die Impuls 2.0, sind Zusammenschlüsse von Privatpersonen, lokalen Unternehmen und Kommunen, die gemeinsam Energieprojekte planen, finanzieren, errichten und betreiben. Diese Gemeinschaften fördern nicht nur die lokale Wertschöpfung, sondern ermöglichen auch eine demokratische Teilhabe an Entscheidungsprozessen. Sie sind im europäischen Energierecht als besondere Akteure anerkannt und erhalten spezifische Rechtsrahmen, die ihre Arbeit erleichtern. Unterschied zu kommerziellen Projektgesellschaften haben Bürgerenergiegesellschaften eine lokale Eigentümerstruktur und transparente Governance, was sie zu interessanten Partnern in der Energiewende macht.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Bürgerenergiegesellschaft ist die Bürgerenergiegenossenschaft Helmetal, die 2013 gegründet wurde und mittlerweile fast 90 Mitglieder zählt. Die Genossenschaft betreibt 20 Projekte im Bereich erneuerbare Energien und hat unter anderem Windräder errichtet, die bis zu 1.200 Haushalte jährlich mit Strom versorgen. Die Mitglieder dieser Genossenschaft können sich an den Projekten beteiligen, erhalten Stimmrecht und profitieren von einer Rendite. Ein Anteil kostet rund 500 Euro und die Genossenschaft plant, ihre Aktivitäten weiter auszubauen.

Förderung und Unterstützung

Die Gründung einer Bürgerenergiegesellschaft ist für alle möglich und wird durch verschiedene Förderprogramme unterstützt. Der Bund fördert neue Windenergieprojekte und reduziert Planungsrisiken. Ab dem 1. Juli 2024 wird die maximale Förderhöhe pro Projekt auf 300.000 Euro angehoben, während die Mindestmitgliederzahl auf 15 gesenkt wird. Diese Maßnahmen sollen die Bürgerbeteiligung an erneuerbaren Energien stärken und die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen.

Die Bürgerenergiegemeinschaften spielen eine zentrale Rolle in der Energiewende, indem sie lokale Gemeinschaften unterstützen und gleichzeitig eine dezentrale Energieerzeugung ermöglichen. Die Transparenz und demokratische Kontrolle innerhalb dieser Gemeinschaften sind entscheidend für ihren Erfolg und das Vertrauen der Mitglieder. Auch die Raiffeisenbank Region St. Pölten geht mit gutem Beispiel voran und fördert Initiativen, die der Umwelt und der Gemeinschaft zugutekommen, wie beispielsweise die Bürgerenergiegemeinschaft Impuls 2.0.Quelle.

Insgesamt zeigt die Veranstaltung der Raiffeisenbank, wie wichtig es ist, lokale Projekte zu unterstützen und die Bürger aktiv in die Energiewende einzubeziehen. Mit der richtigen Unterstützung und den passenden Maßnahmen können Bürgerenergiegemeinschaften einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energiezukunft leisten.