In St. Pölten und Umgebung gibt es ein bemerkenswertes Engagement für Kinder und Jugendliche, die in herausfordernden Lebenssituationen stecken. Der Verein Younus hat sich darauf spezialisiert, durch Mentoring einen positiven Einfluss auf das Leben dieser jungen Menschen auszuüben. Der Fokus liegt auf Kindern, die nach Scheidungen, bei Krankheiten, Todesfällen in der Familie oder Fluchterfahrungen Unterstützung benötigen. Christina Narval, die Regionalleiterin für St. Pölten, Krems und Wiener Neustadt, beschreibt das Mentoring-Programm als eine langfristige Lern- und Entwicklungspartnerschaft, die auf Vertrauen, Respekt und Offenheit basiert. Ehrenamtliche Mentoren treffen ihre Mentees einmal pro Woche für etwa zwei Stunden über ein Jahr hinweg, wobei die gemeinsame Zeit individuell gestaltet wird, um Beziehung, Vertrauen und Stabilität zu fördern. In der Regel funktioniert das Matching zwischen Mentor und Kind in 99% der Fälle gut, und das erste Treffen wird moderiert, um eine positive Grundlage zu schaffen. Aktuell werden im Bezirk St. Pölten und St. Pölten-Land 25 Kinder von 25 Mentoren begleitet, während 15 Kinder auf der Warteliste stehen. Im Bezirk Wiener Neustadt gibt es 12 aktive Tandems, und 7 Kinder warten auf einen Mentor. Die Herausforderungen, vor denen der Verein steht, sind vor allem die Finanzierung und die Rekrutierung freiwilliger Mentoren. Wer Interesse hat, als Mentor aktiv zu werden, kann sich unter 06609169378 melden. Weitere Informationen zu Younus gibt es auf der Website: hier.
Mentoring als Chance für Entwicklung
Das Mentoring-Programm von Younus schafft eine wertvolle Community und verbindet Mentees mit engagierten Freiwilligen. Seit 2012 bietet der Verein diese Unterstützung an, um eine stabile Zukunft für junge Menschen und ihre Eltern zu fördern. Das Ziel ist es, das Potenzial aller Menschen zu entfalten und die Gesellschaft zu stärken. Die Tandems verbringen mindestens 6 bis 12 Monate miteinander und engagieren sich in verschiedenen Aktivitäten, wie Spielen, Bücher lesen, Sport oder Theaterbesuchen. Ausgebildete Berater:innen mit Fachkenntnissen in Psychologie, Pädagogik oder Sozialarbeit stehen sowohl den Mentoren als auch den Mentees während der gesamten Mentoring-Zeit beratend zur Seite. Diese Expertise sorgt für ein passendes Matching und sichert die Qualität der Mentoring-Beziehung. Weitere Informationen zu diesem wertvollen Programm sind auf der Webseite von Younus verfügbar: hier.
Vergleich mit anderen Initiativen
In einem ähnlichen Kontext agiert die Initiative KinderHelden, die kürzlich ihr 10-jähriges Jubiläum feierte. Auch hier steht die Unterstützung von Kindern mit erschwerten Startbedingungen im Fokus, und Mentoren begleiten die Kinder auf ihrem Bildungsweg. Das Anliegen ist es, Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit zu fördern. Wie bei Younus finden auch hier regelmäßige Treffen statt, in denen die Mentoren ihre Schützlinge durch Lesen, Lernen und gemeinsame Aktivitäten unterstützen. Interessierte können sich jederzeit für eine Mentorentätigkeit anmelden. Voraussetzung ist unter anderem ein erweitertes Führungszeugnis ohne Eintrag. Für mehr Informationen zu KinderHelden stehen Online-Infoveranstaltungen an, die bereits im Jahr 2026 stattfinden. Weitere Details sind auf der Website von KinderHelden abrufbar: hier.
Insgesamt zeigen diese Initiativen, dass Mentoring einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der Gesellschaft und zur Unterstützung junger Menschen leisten kann. Durch die engagierte Arbeit von Freiwilligen wird nicht nur das Potenzial der Mentees gefördert, sondern auch die Gemeinschaft als Ganzes gestärkt.