In St. Pölten-Land wird die Einschreibung für das Bildungsjahr 2026/27 nun abgeschlossen. Insgesamt haben sich 638 Schulanfängerinnen und Schulanfänger angemeldet. Von diesen erhielten 633 Kinder einen Platz an ihrer ersten Wahlschule, und die Zusagen wurden bereits an die Eltern versendet. Diese erfreulichen Nachrichten sind Teil der fortlaufenden Bemühungen der Stadt, den Bildungsbereich zu stärken und zu erweitern.
Im Elementarbereich wurden bereits 2.134 Kinder betreut. Besonders bemerkenswert ist, dass bei 363 Neuanmeldungen alle Erstwünsche erfüllt werden konnten. Lediglich zwei Kinder warten noch auf einen Platz. Um den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken, wird der neue Kindergarten in der Ludwig-Stöhr-Straße im Februar 2025 in Betrieb genommen. Diese Einrichtung wird rund 90 neue Kinderbetreuungsplätze im Innenstadtbereich schaffen und entlastet bereits seit einem Jahr die bestehenden Einrichtungen.
Erweiterungen und künftige Entwicklungen
Die Stadt plant weiterhin, ihre Kapazitäten auszubauen. Weitere Eröffnungen sind in der Trogergasse im April sowie in der Dr. Rudolf-Kirchschläger-Straße im September vorgesehen. Diese Erweiterungen zielen darauf ab, Platz für Regelgruppen und die Kleinkindbetreuung ab dem ersten Lebensjahr zu schaffen. Um auf zukünftige Zuzüge vorbereitet zu sein, hat die Stadt auch Reserven für Kinder unter drei Jahren. Dies ist besonders wichtig, denn die Nachfrage nach Betreuungsplätzen bleibt hoch.
Laut den aktuellen Daten aus der zehnten Ausgabe von „Kindertagesbetreuung Kompakt“ zeigt sich, dass die Beteiligungsquote der Kinder unter drei Jahren am 1. März 2024 bei 37,4 % liegt, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Im gleichen Zeitraum liegt die Beteiligungsquote der Kinder von drei Jahren bis Schuleintritt sogar bei 91,6 %. Dies zeigt, dass immer mehr Familien auf die Betreuungsangebote angewiesen sind.
Elterlicher Bedarf und Fachkräftesituation
Trotz des Ausbaus und der positiven Entwicklungen wird der elterliche Bedarf nicht vollständig gedeckt. In allen Bundesländern übersteigt der Bedarf die Beteiligungsquote, was auf regionale Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland hinweist. Zudem sind die Öffnungszeiten der Einrichtungen unterschiedlich. Während in Ostdeutschland die Einrichtungen früher und länger öffnen, sind Eltern in Westdeutschland häufig von gekürzten Öffnungszeiten und ungeplanten Schließtagen betroffen.
Ein Hauptgrund für ungeplante Schließzeiten ist der akute Personalmangel, sowohl kurzfristig als auch langfristig. Dies wirkt sich negativ auf die Zufriedenheit der Eltern bezüglich der Verlässlichkeit des Betreuungsangebots aus. Es ist daher von großer Bedeutung, auch in St. Pölten-Land eine nachhaltige Lösung für die Fachkräftesituation zu finden.
Betreuungsquoten im Überblick
Die Betreuungsquote ist ein wichtiger Indikator für den regionalen Versorgungsgrad von Kindern. Am 01.03.2023 lag die Betreuungsquote der unter 3-Jährigen in Deutschland bei 36,4 Prozent. In Ostdeutschland besuchte 2023 etwa jedes zweite Kind unter drei Jahren eine Tageseinrichtung, während es im Westen etwa jedes dritte Kind war. Diese regionalen Unterschiede sind signifikant und machen die Herausforderung deutlich, die es zu bewältigen gilt.
Insgesamt zeigt sich, dass die Stadt St. Pölten-Land mit ihren Maßnahmen auf dem richtigen Weg ist, um den steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen zu decken. Die geplanten Erweiterungen und der Fokus auf die Fachkräftesituation sind entscheidend, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie die vollständigen Berichte auf Stadtlandzeitung, NIFBE und Statistikportal einsehen.