Am 24. Februar 2026 fand im Ostarrichisaal des NÖ Landhauses in St. Pölten ein besonderes Benefiz-Suppenessen statt, organisiert von der Katholischen Frauenbewegung der Diözese St. Pölten anlässlich des Familienfasttages. Diese Veranstaltung, die bereits eine lange Tradition hat, vereinte zahlreiche Gäste, darunter die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Diözesanbischof Alois Schwarz, sowie Monika Liedler, die Vorsitzende der Frauenbewegung, und Anna Rosenberger, die mit ihrem Rezept zur Frittatensuppe zur kulinarischen Gestaltung beitrug. Die Suppe wurde von der Landhausküche zubereitet und erfreute sich großer Beliebtheit.

Johanna Mikl-Leitner bezeichnete die Veranstaltung als „schöne Tradition“ und hob die Bedeutung von Solidarität und Nächstenliebe hervor. In ihrer Ansprache thematisierte sie die Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft steht, wie Kriege und wirtschaftliche Unsicherheiten, und betonte die Verantwortung, die man für andere hat. „Wir müssen zusammenhalten und Verantwortung für die Schwächeren in unserer Gesellschaft übernehmen“, so Mikl-Leitner.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Im Rahmen des Benefizessens wurde auch auf das Projekt SEEDS hingewiesen, das sich für die Rechte von Frauen in Indien starkmacht. Ziel dieses Projekts ist es, Frauen zu einem Leben ohne Gewalt und zu mehr Gleichberechtigung zu verhelfen. Diözesanbischof Alois Schwarz äußerte seine Dankbarkeit für die gelebte Menschlichkeit und bat die Anwesenden um Gebet für die Christen in Nordindien. Monika Liedler verdeutlichte die Wichtigkeit der Solidarität und bedankte sich bei allen Gästen für ihre Unterstützung.

Die gesammelten Spendengelder kommen rund 3.000 Frauen in Indien zugute und helfen ihnen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Anna Raab, die stellvertretende Vorsitzende der kfb Österreichs, betonte in ihren Worten die Bedeutung des Empowerments von Frauen und die Notwendigkeit nachhaltiger Hilfe. Die Veranstaltung wurde musikalisch von der Gruppe „aCord“ umrahmt und sorgte für eine festliche Atmosphäre.

Eine alarmierende Situation für Frauen in Indien

Die Lage der Frauen in Indien bleibt jedoch besorgniserregend. Trotz einer demokratischen Verfassung und gesetzlicher Schutzmaßnahmen sind Frauen häufig geschlechtsspezifischer Gewalt, Diskriminierung und Entrechtung ausgesetzt. Vergewaltigungen, häusliche Gewalt und Ehrenmorde sind nur einige der Formen, mit denen Frauen konfrontiert sind. Die Umsetzung bestehender Gesetze ist oft unzureichend, und viele Frauen finden keine Unterstützung, wenn sie Opfer von Gewalt werden. Im Global Gender Gap Report 2024 belegt Indien den 129. Platz von 146 Ländern, was die Diskriminierung und das Ungleichgewicht der Geschlechter eindrucksvoll verdeutlicht.

Die Initiativen wie das Projekt SEEDS sind daher dringend notwendig, um die Rechte und die Lebensqualität von Frauen in Indien zu verbessern. Sie stehen symbolisch für eine Bewegung, die nicht nur in Österreich, sondern weltweit für Gleichberechtigung und Menschenrechte kämpft. Für alle, die helfen möchten, wurde ein Spendenkonto eingerichtet: IBAN: AT83 2011 1800 8086 0000, BIC: GIBAATWWXXX. Weitere Informationen zu dem Projekt finden sich hier.

Insgesamt zeigte das Benefiz-Suppenessen, dass Solidarität und Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten von großer Bedeutung sind. Es ist ein Zeichen dafür, dass sich viele Menschen für eine bessere Zukunft einsetzen und dass jeder Beitrag zählt.

Für weitere Informationen über die Veranstaltung und deren Hintergründe besuchen Sie bitte die offizielle Webseite oder die Berichterstattung von MeinBezirk.