Wenn die Maschinen dröhnen und der Staub aufwirbelt, dann ist es wieder soweit: Das berühmte Erzberg Rodeo hat seine Pforten geöffnet. Sebastian Pinter vom MSC Heuchneukirchen hat sich nun auch in der Riege der Teilnehmer eingereiht und nimmt zum ersten Mal an diesem legendären Event teil. Am 30. Mai 2025, zwischen den schroffen Felsen und anspruchsvollen Strecken, erzielte er im Prolog den 96. Platz. „Ich habe keine besonderen Erwartungen, mein Ziel ist es, bis zum Carl’s Dinner am Sonntag zu kommen“, so der ehrgeizige Rookie zu seiner kniffligen Mission.
Das Erzberg Rodeo, das seit 1995 jährlich im Mai oder Juni stattfindet, hat sich zur größten Veranstaltung ihrer Art in Europa gemausert. Es ist ein zentraler Bestandteil der Red Bull Hard Enduro Series und zieht Teilnehmer aus mehr als 40 Ländern an. In diesem Jahr stehen wieder spannende Wettbewerbe auf dem Programm: Vom aufregenden Iron Road Prologue über die Rodeo-X Endurocross-Wettbewerbe bis hin zum berühmten Red Bull Hare Scramble – es ist für jeden Endurofan etwas geboten. In der Spitze kämpfen 1.500 Fahrer um den Titel, unzählige Zuschauer fiebern mit. Wikipedia verweist darauf, dass am Sonntag die besten 500 Starter des Prologs in der legendären Rockstrecke um die Wette fahren – ein echtes Spektakel!
Ein Pflichttermin für Enduristen
Für viele Enduristen ist die Teilnahme am Erzberg Rodeo eine Art Pflichtübung. Sebastian Pinter hebt hervor, dass es für jeden Motorsportler von Bedeutung ist, an diesem Event teilzunehmen. „Hier zeigt sich, wer das Zeug hat“, sagt er und bringt damit die Leidenschaft vieler Fahrer auf den Punkt. Während sich die Teilnehmer auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten, können sie sich nicht nur auf den Wettbewerb, sondern auch auf die kollegiale Atmosphäre untereinander freuen. Trotz harter Rivalität wird hier gegenseitige Unterstützung großgeschrieben.
Zum Erzberg Rodeo gehören spannende neue Sektionen wie „Carl’s Dinner“ und „Downtown“, die im Jahr 2015 hinzugefügt wurden. Diese Herausforderungen wurden sogar als erste Etappen von den Größen der Enduroszene wie Graham Jarvis und Alfredo Gomez bezwungen. Solche Geschichten geben den Fahrern den Antrieb, ihr Bestes zu geben, während sie gleichzeitig die Geschichte des Events weitertragen.
Erfolge und Rekorde
Der Erfinder und Organisator Karl Katoch ist geprägt von Stolz auf die Erfolgsgeschichte des Erzberg Rodeo. Die Rekorde, die im Laufe der Jahre aufgestellt wurden, sind erstaunlich: Von der meisten Anzahl an Finishern mit 51 im Jahr 1999 bis hin zu den jüngsten Finishern und Siegern – die Liste ist lang. So bleibt das Erzberg Rodeo auch für die nächste Generation von Fahrern ein Ort voller Träume und Herausforderungen.
In der letzten Ausgabe des Rennens 2024 setzte Manuel Lettenbichler aus Deutschland seinen Siegeszug fort und krönte sich mit einer Zeit von 2 Stunden und 47 Minuten als Sieger. Mit diesem Sieg verlängerte er seine Siegesserie in der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft auf mittlerweile zehn Rennen. ADVRider berichtet, dass auch die Top-Platzierungen von Fahrern wie Trystan Hart und Mario Roman deutlich zeigen, wie stark die Konkurrenz in diesem Jahr war.
Der Eifer von Sebastian Pinter und die packenden Geschichten vom Erzberg Rodeo bringen das Event zum Leben und ziehen nicht nur Fahrer, sondern auch unzählige Zuschauer in seinen Bann. Es ist der perfekte Mix aus Sport, Gemeinschaft und der atemberaubenden Schönheit der Natur, die unser Land zu bieten hat.
Am 21. Juni wird in Hochneukirchen zudem der AUNER CUP ausgetragen. Ein weiterer Termin, der für Enduro-Begeisterte im Kalender stehen sollte!