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In Ueckermünde bahnt sich eine wichtige Veränderung an der Gießerei-Front an. Die traditionsreiche Ueckermünder Eisengießerei steht kurz vor einem Eigentümerwechsel, da die britische MAT Foundry Group Ltd. plant, ihr Werk an die deutsche Gruppe Aequita zu verkaufen. Der Deal könnte noch im zweiten Quartal 2025 über die Bühne gehen, aber zunächst muss er die Genehmigung des Bundeskartellamts passieren, wie Nordkurier berichtet.

Die Ueckermünder Gießerei, die Gussteile für die Autoindustrie produziert, hat dabei eine lange Tradition. 2010 war die Gießerei an die MAT Foundry Group übergegangen. In der Zeit vorher musste sie jedoch der Insolvenz der Sakthi Automotive Group trotzen, die sie zuvor betrieb. Heute schauen die etwa 300 Mitarbeitenden in Ueckermünde wieder hoffnungsvoll in die Zukunft. Der CEO von MAT, Thomas Krosnar, bestätigt, dass die Werke gut zu Aequita passen, deren Automotive-Bereich jährlich über drei Milliarden Euro einspielt und sich auf qualitativ hochwertige Produkte konzentriert.

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Der Plan für die Gießerei

Die Übernahme von Aequita könnte als eine hervorragende Ergänzung für ihren bestehenden Automobilbereich angesehen werden. Aequita wurde 2018 gegründet und ist bekannt dafür, in Sondersituationen Investitionen zu tätigen. Der Investor sieht großes Potenzial, um die Wettbewerbsfähigkeit der Gießerei-Standorte zu steigern. Zudem soll das Management von MAT am Standort Ueckermünde bestehen bleiben, wodurch eine gewisse Kontinuität gewährleistet werden kann.

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Die Gießerei-Industrie ist in Deutschland eine Schlüsselbranche, die für viele Industrien unverzichtbar ist. Gussteile finden sich in Autos, Windkraftanlagen und selbst in Smartphones. Laut Statista gewährte die Branche 2023 einen Umsatz von rund 17,9 Milliarden Euro, was einen Rekord darstellt. Dennoch haben konjunkturelle Entwicklungen und hohe Energiekosten auch Auswirkungen auf die Gießerei-Industrie, die seit vier Jahren mit sinkenden Aufträgen zu kämpfen hat.

Das wirtschaftliche Umfeld

Trotz der Herausforderungen bleibt die Gießerei-Industrie eine treibende Kraft im Automobil- und Maschinenbau. Der große Absatzmarkt in Deutschland zeigt, dass die Branche stabil bleibt, auch wenn sie mit geopolitischen Unsicherheiten konfrontiert ist. Die Ueckermünder Gießerei, die über 200 Beschäftigte hat, ist bekannt für ihre Spezialisierung auf Sphäroguss und bei der Herstellung von sicherheitsrelevanten Bauteilen, die von der Automobilindustrie stark nachgefragt werden.

Die bevorstehende Übernahme bringt nicht nur potenzielle Investitionen mit sich, sondern könnte auch die Weichen für eine positive Zukunft der Gießerei am Standort Ueckermünde stellen. Mit Aequita hinter sich könnte die Gießerei möglicherweise schneller auf die sich verändernden Marktbedürfnisse reagieren und so ihre Bedeutung in der Gießerei-Industrie weiter festigen.