Heute ist der 18.04.2026 und wir blicken auf eine bemerkenswerte Initiative im Bezirk Neunkirchen zurück. Am Donnerstag fand dort eine großangelegte Blackout-Übung statt, die sich mit dem Ernstfall eines großflächigen Stromausfalls beschäftigte. Unter der Leitung von Rudolf Pfeffer und Werner Pazmann hat das ADL 324 Amateurfunk-Innovation Lab der Fachhochschule Wiener Neustadt die Übung organisiert. Ziel war es, die Kommunikationsmöglichkeiten in solch einem Krisenszenario zu testen und den Kontakt nach außen aufrechtzuerhalten.
An der Übung nahmen insgesamt acht Gemeinden teil, darunter auch die Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen, Feuerwehren und das Österreichische Bundesheer. Bezirkshauptfrau Alexandra Grabner-Fritz betonte die Wichtigkeit der Pflege von Verbindungen in Friedenszeiten, während Bürgermeisterin Michaela Walla von Warth die Bedeutung der Selbstfürsorge hervorhob. Die Gemeinde plant sogar den Kauf eines kleinen Aggregats, um die Versorgung sicherzustellen.
Ein Netzwerk der Sicherheit
Die Übung simulierte einen großflächigen Blackout, bei dem die Aufgaben der einzelnen Teams im Voraus besprochen wurden. Amateurfunk-Stationen wurden in verschiedenen Orten im Bezirk eingerichtet, wie etwa im Krankenhaus Neunkirchen und in der Bezirkshauptmannschaft. Diese Funkstellen sind entscheidend, um notwendige Verbindungen herzustellen, insbesondere in Krisensituationen, wenn die herkömmliche Kommunikation ausfällt.
Die Übertragungen erfolgen nicht nur über Sprechfunk, sondern auch mittels E-Mail und telefonischen Verbindungen zu verschiedenen Krankenhäusern. Ein eigener Amateurfunk-Satellit wird genutzt, um im Katastrophenfall Daten in ganz Österreich zu übertragen. Diese robuste Infrastruktur ist von großer Bedeutung, besonders wenn man an die Diskussionen über die Abhängigkeit von Strom und die möglichen Folgen eines digitalen Blackouts denkt, die in den letzten Monaten immer wieder aufgekommen sind.
Vorsorge ist besser als Nachsorge
Im Kontext dieser Übung ist es wichtig, auch die Ratschläge des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zu erwähnen. Sie geben Tipps für Notvorräte in Krisensituationen, einschließlich Stromausfällen. Die Notwendigkeit, gut vorbereitet zu sein, ist in der heutigen Zeit, wo Stromausfälle und technische Störungen immer wieder auftreten, wichtiger denn je.
Ein Beispiel hierfür ist der vorübergehende Ausfall des BOS Digitalfunk TETRA im Schwalm-Eder-Kreis, der am 6. Mai 2025 stattfand. Solche Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, alternative Kommunikationswege zu haben. Zudem wird immer wieder über die Möglichkeiten von neuen Technologien wie LoRa in Kärnten diskutiert, die in ähnlichen Situationen nützlich sein könnten.
Insgesamt zeigt die Blackout-Übung in Neunkirchen, wie wichtig es ist, ein gut funktionierendes Netzwerk an Verbindungen in Krisenzeiten zu haben. Dies ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Gemeinschaft und des Miteinanders. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, sind wir für den Ernstfall besser gewappnet.