In Niederösterreich hat der Verein Rettungshunde Niederösterreich in den letzten rund zehn Jahren über 800 Einsätze erfolgreich abgewickelt. Diese beeindruckende Bilanz wurde kürzlich mit der Inbetriebnahme eines neuen Einsatzleitfahrzeugs gewürdigt, das von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in Sieghartskirchen offiziell vorgestellt wurde. Bei dieser Gelegenheit betonte Mikl-Leitner die große Bedeutung der Rettungshunde und sprach ihren Dank und Respekt an die Hundeführerinnen und Hundeführer sowie die Blaulichtorganisationen aus. Der Obmann des Vereins, Anton Erber, hob hervor, wie wichtig Partnerschaften für die wertvolle Arbeit des Vereins sind.
Karin Kuhn, die Geschäftsführerin der Rettungshunde Niederösterreich, erklärte, dass die neue Ausrüstung nicht nur die Gebietsabsuche verbessert, sondern auch für mehr Sicherheit für die Hunde und ihre Hundeführer sorgt. Das neue Einsatzleitfahrzeug, das auf einem Ford Transit L4 H3 mit Allradantrieb basiert, dient als zentrale Steuerzentrale für Personensucheinsätze. Es bietet Platz für drei Personen und ist mit modernster Technik ausgestattet, darunter zwei Computerarbeitsplätze mit Internetverbindung, ein klappbarer Besprechungstisch und ein ausschwenkbarer Touchscreen, die die Einsatzkoordination unterstützen.
Technische Ausstattung und Sicherheit
Besonders beeindruckend ist die autarke Betriebsfähigkeit des Fahrzeugs, das über Photovoltaik, eine Batterie und ein Notstromaggregat betrieben werden kann. Darüber hinaus verfügt es über Digitalfunk, vier Hundeboxen mit Video- und Temperaturüberwachung, eine Standheizung sowie eine Standklimaanlage. Auch die Sicherheit wird großgeschrieben: Ein mobiler Lighttower, Feuerlöscher, Brandmelder und eine erweiterte Erste-Hilfe-Ausrüstung mit Defibrillator sind ebenfalls an Bord. Die Gesamtkosten für dieses innovative Einsatzleitfahrzeug belaufen sich auf rund 150.000 Euro.
Rettungshundestaffeln sind nicht nur in Niederösterreich aktiv, sondern leisten auch bundesweit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung. Sie helfen bei der Suche nach vermissten Personen, etwa verwirrten Menschen in Wäldern oder bei Verschüttungen durch Gasexplosionen oder Erdbeben. Diese Teams sind in die Einsatz- und Alarmpläne des Landesverbandes, der Kreisverbände und der Rettungsleitstellen integriert. Die Hundeführer sind in der Regel Mitglieder der jeweiligen DRK-Bereitschaft und absolvieren ein zeitaufwendiges Ausbildungs- und Trainingsprogramm mit ihrem Rettungshund, der stets im Eigentum des Hundeführers bleibt.
Geschichte der Rettungshunde
Die Geschichte der Rettungshunde reicht bis in die beiden Weltkriege zurück, als sie vor allem in Sanitätseinheiten eingesetzt wurden. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde die Rettungshundearbeit zunächst von Individualisten und Spezialisten betrieben, bis sie schließlich in die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes integriert wurde. Diese Integration führte dazu, dass gut ausgebildete Suchhunde in die Rettungshundearbeit einflossen, was die Effizienz und die Erfolgschancen bei Einsätzen deutlich erhöhte.
Die Belange der Rettungshundearbeit werden heute vom DRK-Generalsekretariat koordiniert. Rettungshunde sind ein unverzichtbarer Bestandteil dieser Einsätze und tragen entscheidend dazu bei, vermisste Personen schnell zu finden und somit Leben zu retten. Die neue Ausstattung des Vereins Rettungshunde Niederösterreich wird diesen wichtigen Einsatz weiter optimieren und die Sicherheit für alle Beteiligten erhöhen. Weitere Informationen zu den Aktivitäten des Vereins finden Sie in dem Artikel auf StadtLandZeitung.
Für weitere Details über die Arbeit der Rettungshundestaffeln in Deutschland und ihre Integration in die Rettungsorganisationen, können Sie sich auf der Webseite des DRK informieren: DRK.
Die fortschrittlichen Entwicklungen in der Rettungshundearbeit zeigen nicht nur, wie wichtig diese Tiere und ihre Führer für die Gesellschaft sind, sondern auch, wie viel Engagement und Fachwissen in der Ausbildung und den Einsätzen steckt. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen weiterhin unterstützt werden, um die Sicherheit aller Bürger zu gewährleisten.