Am 11. Februar 2026 besuchten die Vienna Capitals den Eislaufplatz in Mödling, um ein Showtraining abzuhalten. Dieses Event zog rund 300 Besucher an, die gemeinsam mit dem UEC-Nachwuchs eine unvergessliche Eiszeit erlebten. Doch während die Profis auf dem Eis für Begeisterung sorgten, steht der Eislaufplatz selbst vor einer ungewissen Zukunft. Die Gemeinde Mödling plant die Schließung der beliebten Einrichtung, was bei Freizeit- und Hobbysportlern, Vereinen sowie bei Kindern und Jugendlichen auf große Kritik stößt. Laut Markus Gilly (SPÖ) soll der Eislaufplatz voraussichtlich bis zum 22. Februar geöffnet bleiben, jedoch sind die Außentemperaturen hierfür entscheidend.
Christoph Seemann-Hamm, Präsident des UEC Mödling, hat in Gesprächen mit Bürgermeisterin Silvia Drechsler (SPÖ) und anderen Entscheidungsträgern erfahren, dass der Eislaufplatz nach dieser Saison geschlossen werden soll, sofern nicht ein Hallenprojekt realisiert wird. Ein Investor hat bereits sein Interesse signalisiert, doch es fehlt an einem geeigneten Grundstück. Gilly betont die veraltete Technik des Eislaufplatzes und die hohen laufenden Kosten, die die Gemeinde nicht stemmen kann. Dies hat auch Mehmed Alajbeg, Geschäftsführer des Stadtbades, bedauert und die Sanierungskosten auf etwa 500.000 Euro beziffert.
Ein starkes Zeichen der Solidarität
Die Schließung des Eislaufplatzes hätte weitreichende Folgen für den UEC Mödling und den Eissport in der Ostregion. Tausenden Kindern und Jugendlichen würde die Möglichkeit zur Bewegung genommen. In Reaktion auf diese drohende Schließung hat sich eine Bürgerbewegung formiert, die sich für den Erhalt des Platzes einsetzt. Katrin Pürer, die Initiatorin einer Online-Petition zur Rettung des Eislaufplatzes, kritisiert, dass ihre Initiative nicht in die Gespräche einbezogen wird. Gilly weist diese Behauptung zurück und kündigt an, dass ein Treffen mit der Bürgermeisterin und dem Vizebürgermeister geplant ist.
Bürgermeisterin Drechsler hat die Bemühungen betont, ein Eislaufangebot in Mödling aufrechtzuerhalten. Christian Dolezal, sportlicher Leiter der Vienna Capitals, hat den Zusammenhalt und die Unterstützung für den UEC Mödling hervorgehoben, während Dominic Hackl, Verteidiger der Capitals, darauf hinweist, dass die Schließung von Eisflächen schädlich ist und hofft, dass die Aktion zur Erhaltung des Eislaufplatzes beiträgt. Sam Antonitsch, Stürmer der Capitals, beschreibt die Rückkehr zum UEC-Nachwuchs als bedeutend und bedauert die bevorstehende Schließung.
Gesundheitliche und gesellschaftliche Auswirkungen
Die Diskussion um den Eislaufplatz in Mödling ist Teil eines größeren Problems: Die Schließungen von Sporteinrichtungen führen zu einem Verlust an Bewegungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Dies hat nicht nur negative Auswirkungen auf die Volksgesundheit, sondern belastet auch das Gesundheitssystem finanziell. Laut dem Österreichischen Eishockeyverband (ÖEHV) erfordert es eine dringende politische Intervention, um das „Sterben“ der Eisflächen zu stoppen und die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern. Sport Austria hat bereits darauf hingewiesen, dass ohne Prävention Gesundheitsreformen scheitern werden.
In den letzten Jahren hat der ÖEHV verschiedene Projekte gestartet, um Kinder für den Eishockeysport zu begeistern, und es wurden bereits 657 Kinder in die Saisonen 2022/2023 bis 2024/2025 eingeführt. Dennoch ist es evident, dass ohne angemessene Infrastruktur, wie Eishallen und Eisflächen, die Förderung des Sports und die Bewegungsmöglichkeiten für die jüngere Generation stark eingeschränkt werden.
Die Zukunft des Eislaufplatzes in Mödling bleibt also ungewiss. Die Unterstützung durch die Vienna Capitals und die Bürgerbewegung zeigt jedoch, dass der Eissport in der Region eine große Bedeutung hat. Ob ein Hallenprojekt realisiert werden kann oder nicht, wird sich zeigen – die anhaltenden Gespräche und die Initiative der Gemeinschaft sind jedoch ein starkes Zeichen für den Erhalt des Eislaufplatzes.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen rund um den Eislaufplatz in Mödling und die Initiativen zur Rettung, können Sie die Artikel auf heute.at und vienna-capitals.at nachlesen.