Toni Polster, eine österreichische Fußball-Legende und Rekordtorschütze der Nationalmannschaft, hat nicht nur auf dem Spielfeld beeindruckt, sondern auch durch seine tief verwurzelten Glaubensüberzeugungen. Der 61-Jährige, geboren am 10. März 1964 in Wien, spielte in den 1980er- und 1990er-Jahren für namhafte Clubs wie Austria Wien, FC Sevilla und den 1. FC Köln. Seine sportliche Karriere ist geprägt von einer hohen Tor-Quote, die ihn zu einem der erfolgreichsten österreichischen Fußballspieler macht.

Polster, der auch als Stürmer aktiv war, hat in der österreichischen Bundesliga dreimal den Titel des Torschützenkönigs errungen und wurde 1997 zum Sportler des Jahres in Österreich gewählt. Trotz seines sportlichen Erfolges bleibt ihm der Glaube an Gott wichtig. Er betont, dass er täglich betet und dies als Unterstützung in schwierigen Lebenslagen sieht. In einem Interview mit der Wiener Kirchenzeitung „Der Sonntag“ erklärte er, die Bibel sei für ihn ein Lebensleitfaden und er glaubt, dass eine Orientierung an ihr die Welt glücklicher machen würde. Seine Überzeugung, dass es eine schützende höhere Macht gibt, begleitet ihn seit seiner Kindheit, was ihm Kraft und Stabilität verleiht.

Der Glauben als Lebensbegleiter

Für Polster bedeutet sein Glaube weit mehr als nur eine Tradition. Er sieht sich selbst als gläubigen Menschen und teilt seine Ängste und Sorgen im Gebet mit Gott. Dabei erlebt er eine Art Befreiung, die ihm hilft, respektvoll und anständig zu leben. „Geld kann keine Familie zusammenhalten oder Gesundheit herbeizaubern“, sagt er und verdeutlicht, dass materielle Dinge für ihn zunehmend an Bedeutung verlieren. Stattdessen ist die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung mit seinen verstorbenen Eltern und seiner Familie für ihn ein zentraler Kraftquell.

Polster trägt eine Kreuzkette, die auf seinen Instagram-Posts sichtbar ist, und hat in den letzten Jahren auch einen Vodcast mit Monika Gruber und Andreas Herzog veröffentlicht. Dies zeigt, dass er seine Überzeugungen nicht nur für sich behält, sondern auch aktiv teilt und in die Öffentlichkeit trägt. Sein Vertrauen in die Kirche bleibt stark, auch wenn er die Missstände anerkennt, die es überall gibt. Er betont jedoch, dass die Kirche auch viel Gutes tut.

Ein Blick auf die Karriere

Die fußballerische Laufbahn von Toni Polster ist ebenso beeindruckend wie sein persönlicher Werdegang. Nach seiner Juniorenzeit beim FK Austria Wien, wo er von 1973 bis 1982 spielte, begann seine Herrenkarriere, die ihn zu zahlreichen europäischen Clubs führte. Seine beeindruckenden Statistiken sprechen für sich: In 95 Länderspielen erzielte er 44 Tore für Österreich und war in den Weltmeisterschaften 1990 und 1998 aktiv.

Nach der aktiven Karriere war Polster nicht nur als Trainer tätig, sondern auch als Moderator und Kolumnist. Er veröffentlichte zudem ein Musik-Album mit der Band „Achtung Liebe“ und bleibt somit auch über den Fußball hinaus aktiv. Seine Autobiographie „Doppelpack – Fußball mit Herz und Schmäh“, die 2006 erschien, gibt einen tiefen Einblick in sein Leben und seine Überzeugungen. Polster, der 2018 mit Birgit Beierl verheiratet ist, hat auch persönliche Herausforderungen zu meistern gehabt, darunter eine Notoperation 2023.

Insgesamt zeigt das Leben von Toni Polster, dass der Glaube und die Werte, die er vertritt, eine zentrale Rolle in seiner Identität spielen. Seine Überzeugungen geben ihm nicht nur Kraft, sondern prägen auch seine Sicht auf die Welt und die Menschen um ihn herum. Wer mehr über ihn erfahren möchte, kann dies unter diesem Link nachlesen, sowie in weiteren Berichten, wie beispielsweise auf katholisch.at und Wikipedia.