In Österreich wird am 27. April ein Aktionstag zum Zufußgehen veranstaltet, der auch im Bezirk Mödling für frischen Wind sorgen soll. Hier setzen die Gemeinden auf eine Vielzahl von Projekten, um Kinder und Erwachsene dazu zu ermutigen, mehr zu Fuß zu gehen. Initiativen wie der SchulGehBus, Elternhaltestellen und Gehzeit-Karten stehen im Mittelpunkt dieser Bemühungen, um Bewegung in den Alltag zu integrieren.
Das Gehen hat viele Vorteile: Es fördert nicht nur die Gesundheit und das Wohlbefinden, sondern trägt auch zur Entlastung von Umwelt und Verkehr bei. Verkehrslandesrat Udo Landbauer hebt hervor, wie wichtig die kostenfreie Verkehrsberatung des Mobilitätsmanagements NÖ ist, die seit elf Jahren erfolgreich arbeitet. In Mödling sollen Kinder durch kreative Maßnahmen zu mehr Bewegung motiviert werden, damit sie den Schulweg aktiv gestalten können.
Gemeinsam sicher zur Schule
In Brunn und Perchtoldsdorf wurden Elternhaltestellen eingerichtet, um zu verhindern, dass Kinder mit dem Auto bis zur Schule gebracht werden. Dies fördert nicht nur die Eigenständigkeit der Kinder, sondern verbessert auch die Verkehrssituation vor den Schulen. Mobilitätsmanagerin Luise Wolfrum betont die positiven Effekte von Bewegung an der frischen Luft auf die Konzentration der Schüler und die allgemeine Verkehrslage.
Ein besonders gelungenes Beispiel ist der SchulGehBus in Münchendorf, bei dem die Polizei Begleitpersonen schult, die mit Kindern den sicheren Fußweg zur Schule üben. In Gumpoldskirchen startet das Pilotprojekt „Sicherer Schulweg“ zusammen mit der Volksschule und dem Elternverein. Ein Workshop mit den Kindern hat gezeigt, dass der gemeinsame Schulweg und sichere Wege abseits der Straßen sehr positiv wahrgenommen werden.
Gehzeit-Karten und mehr
Um die Bürgerinnen und Bürger noch besser zu informieren, stellen die Gemeinden im Bezirk Mödling Gehzeit-Karten zur Verfügung. Diese Karten geben minutengenau an, wie weit es zu Alltagszielen ist und unterstützen alle dabei, mehr zu Fuß zu gehen. Kommunen wie Mödling, Hinterbrühl, Guntramsdorf, Vösendorf und Maria Enzersdorf haben bereits solche Karten erstellt.
Zusätzlich finden sich auf der Webseite NÖ Regional weiterführende Informationen zu diesen Initiativen. Ein weiteres spannendes Projekt ist das im April 2023 gestartete Projekt „Fuß- und fahrradfreundliche Schule“, das vom Umweltbundesamt und dem Bundesumweltministerium gefördert wird. Ziel ist es, aktive Mobilitätsformen an Schulen zu stärken und eine klimafreundliche sowie gesunde Mobilität für Kinder und Jugendliche zu fördern.
Aktive Mobilität an Schulen
Im Rahmen dieses Projektes werden Vor-Ort-Checks der Fuß- und Fahrradfreundlichkeit an 30 Schulen in Deutschland durchgeführt. Hierbei kommen maßgeschneiderte Materialien wie Checklisten und Aktionsmaterialien zum Einsatz, die über 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Austausch einbeziehen. Zudem werden digitale Workshops für Lehrkräfte und Interessierte angeboten, um die aktive Mobilität an Schulen weiter voranzutreiben.
Die Präsentation inspirierender Beispiele und die Bereitstellung von kostenfreien Anleitungen für Vor-Ort-Checks sind nur einige der Maßnahmen, die auf der Website bildungsservice.org des VCD zu finden sind. All diese Initiativen tragen dazu bei, Kinder und Jugendliche zu motivieren und ihnen die Vorteile aktiver Mobilität näherzubringen.