In Mödling hat sich in den letzten Tagen viel getan, denn die Stadt diente als Kulisse für die neue TV-Komödie „Die letzte Walküre“. Diese unterhaltsame Geschichte dreht sich um die Protagonistin Frieda Hofstätter, die auf einen potenziell weltverändernden Pilz stößt, aber mit der Tatsache konfrontiert wird, dass sie keine Fördergelder erhält und ein luxuriöses Resort vor der Tür steht. Schauspieler wie Maria Furtwängler, Sekan Kaya, Philipp Hochmair und Adele Neuhauser stehen dabei vor der Kamera, während das Drehbuch von Dominique Lorenz stammt. Das Interesse an den Dreharbeiten war groß – sogar Bürgermeisterin Silvia Drechsler (SPÖ) ließ sich am letzten Drehtag vor dem Rathaus blicken, wo extra auch Rauch aus dem Gebäude inszeniert wurde. Sie wird außerdem in einer kleinen Statistenrolle im Film zu sehen sein.

Die Produktionsfirma „Lemonpie Film“ wählte Mödling als Drehort aus, wobei zahlreiche Szenen an unterschiedlichen Plätzen in der Stadt aufgenommen wurden. Vorher sorgte die Aufstellung von Kulissen auf der Meiereiwiese im Mödlinger Stadtwald für einige Aufregung, da diese fälschlicherweise als Bauprojekt interpretiert wurden. Zusätzlich mussten einige Parkplätze, insbesondere in der Vorderbrühl und in der Innenstadt, für die Dreharbeiten gesperrt werden, was bei manchen Bürgern für Unmut sorgte. 

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Filmproduktion in Österreich

Solche regionalen Projekte sind keine Seltenheit in Österreich, wo Filmproduktionen hoch im Kurs stehen. Laut dem Filminstitut hat sich Österreich als beliebter Standort für internationale Filmproduktionen etabliert. Mit bekannten Drehorten wie dem Prater, Schloss Schönbrunn und den Tiroler Alpen zieht das Land Filmmacher aus der ganzen Welt an. Das kürzlich reformierte Filmförderungsgesetz 2023 hat die Attraktivität für Produktionen zusätzlich gesteigert, was auch neue wirtschaftliche Chancen eröffnet.

Die österreichische Filmwirtschaft erwirtschaftete 2022 über 1,6 Milliarden Euro und beschäftigt in etwa 10.000 Menschen in mehr als 3.800 Unternehmen. Immer mehr österreichische Filme finden ihren Weg auf internationale Festivals, was die Sichtbarkeit der heimischen Filmkultur erhöht. Etliche Werke wurden bereits für deren herausragende Leistungen bei verschiedenen Festivals ausgezeichnet, darunter „DES TEUFELS BAD“, das als Österreichischer Kandidat für den Auslandsoscar 2025 nominiert wurde.

Die Rolle der lokalen Filmproduktion

Kleine Filmproduktionen wie marefilm in Mödling tragen ihr Übriges dazu bei, dass die Region als lebendiger Filmstandort wahrgenommen wird. Sie bieten umfassende Dienstleistungen von der Planung über den Dreh bis hin zur Post-Produktion an und setzen dabei auf eine enge Kommunikation mit den Kunden. Dabei kommen moderne Techniken wie Zeitraffer, Slow-Motion und Drohnenaufnahmen zum Einsatz, um Videos und Filme zu produzieren, die das Publikum nachhaltig beeindrucken.

Der Film „Die letzte Walküre“ ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die Filmbranche in Mödling floriert und die lokale Kultur und Wirtschaft bereichert. Dank der Zusammenarbeit von Stadt, Produzenten und Schauspielern wird die Stadt auch künftig im Rahmen verschiedener Projekte im Scheinwerferlicht stehen.