Heute ist der 23.02.2026 und in Mödling tut sich einiges im Bereich der Finanzbildung für Jugendliche. Das Start-up „Ausbildung Plus“ hat sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen Finanz- und Rechtswissen näherzubringen, um ihnen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. In Kooperation mit der Raiffeisen Regionalbank Mödling wird eine Social-Media-Kampagne ins Leben gerufen, die sich auf die Plattformen Instagram und TikTok konzentriert. Ziel dieser Initiative ist es, Finanzwissen praxisnah, verständlich und unterhaltsam aufzubereiten. Geplant sind kurze Erklärvideos, die nicht nur einfache Erklärungen zu Finanzthemen bieten, sondern auch praxisnahe Beispiele und Antworten auf häufige Fragen enthalten.
Die Videos sollen den Jugendlichen helfen, alltägliche Finanzentscheidungen selbstbewusst zu treffen und bieten einen einfachen Einstieg in die Themen Ausbildung und Beruf. Diese Initiative ist Teil einer breiteren Bewegung, die darauf abzielt, die Finanzbildung in Deutschland zu verbessern. In den Schulen spielt Finanzbildung oft eine untergeordnete Rolle, sodass viele Jugendliche auf alternative Informationsquellen angewiesen sind. Und genau hier kommen Finfluencer ins Spiel.
Der Einfluss von Finfluencern auf die Finanzbildung
Eine neue Studie hat den Einfluss von Finfluencern untersucht, die auf sozialen Medien wie TikTok, Instagram und YouTube komplexe Finanzthemen vermitteln. Diese Influencer, die oft Hunderttausende bis Millionen Follower pro Account haben, sind besonders bei den Generationen Z (1997-2012) und Y (1981-1996) beliebt. Laut der Umfrage kennen oder folgen 78% der Teilnehmer Finfluencern, wobei 34% der Befragten, insbesondere unter den Jüngeren, finanzielle Entscheidungen basierend auf deren Beiträgen getroffen haben. In Deutschland sind YouTube (68%), Instagram (46%) und LinkedIn (42%) zentrale Anlaufstellen für Finanzinhalte.
Finfluencer bieten einen niedrigschwelligen Zugang zu Geldthemen, was besonders wichtig ist, da die formale Finanzbildung oft nicht ausreichend ist. Dennoch gibt es auch Bedenken: Nur 20% der Finfluencer klären ausreichend über ihre Ausbildung und Vergütung auf. Anleger sollten die Fachkompetenz dieser Influencer und mögliche Interessenkonflikte kritisch hinterfragen. Hohe Followerzahlen sind kein Ersatz für geprüfte Fachausbildung. Daher ist es ratsam, ergänzende Quellen wie Verbraucherzentralen und zertifizierte Berater zu Rate zu ziehen.
Die Zukunft der Finanzbildung
Die Umfrage zeigt, dass 66% der Befragten eine zunehmende Bedeutung von Finfluencern in Deutschland erwarten. Gleichzeitig wünschen sich 61% klarere Regeln für Finfluencer, ähnlich wie für professionelle Finanzberater. Es gibt international keine einheitliche Definition für Anlageempfehlungen, weshalb klare Mindeststandards für Transparenz und Kennzeichnung bezahlter Inhalte notwendig sind. Finfluencer bringen frischen Wind in die Finanzbildung, jedoch muss dabei die Transparenz gewahrt bleiben.
In diesem Kontext ist die Initiative von „Ausbildung Plus“ und der Raiffeisen Regionalbank Mödling ein wichtiger Schritt. Sie leisten nicht nur einen Beitrag zur Stärkung des Lehrberufs, sondern zeigen auch, wie moderne Medien genutzt werden können, um Finanzwissen auf eine zugängliche und ansprechende Weise zu vermitteln. Die Kombination aus traditionellen Bildungseinrichtungen und innovativen Ansätzen könnte der Schlüssel zu einer besseren Finanzbildung in der Zukunft sein.
Für weitere Informationen über die Rolle von Finfluencern in der Finanzbildung und deren Einfluss auf junge Menschen, besuchen Sie bitte die Artikel auf Focus Online und Mein Bezirk.