Am letzten Freitag fand in der Shopping City Süd (SCS) eine bemerkenswerte Aktion zur Auffrischung von Erste-Hilfe-Kenntnissen statt, die von der Miss Earth 2023, Zoe Müllner, unterstützt wurde. Müllner besuchte die Veranstaltung, um gemeinsam mit dem Verein First Responder Niederösterreich (FRNÖ) das Bewusstsein für Erste Hilfe zu stärken. In einer Zeit, in der viele Menschen ihre Kenntnisse in Erster Hilfe nach dem Führerschein oft vernachlässigen, ist es umso wichtiger, solche Initiativen zu fördern.

Die Aktion umfasste kurze Crash Drills und Coachings, die Passanten die Möglichkeit boten, praktische Fähigkeiten im Umgang mit Notfällen zu erlernen oder aufzufrischen. Müllner betonte, wie entscheidend es ist, dass Menschen nicht nur theoretisches Wissen haben, sondern auch bereit sind, in kritischen Situationen zu handeln. Der Präsident der FRNÖ, Ingmar Höppner, bestätigte, dass viele Menschen Hemmungen haben, in Notfällen zu helfen, was die Notwendigkeit solcher Projekte unterstreicht. Unter dem Motto „HELFEN TRAUEN“ zielt die Initiative darauf ab, diese Unsicherheiten abzubauen.

Erste Hilfe als gesellschaftliche Verantwortung

In nur vier Wochen konnten über 600 Personen erreicht werden, die an den Coachings oder Drills teilnahmen. Das Hauptziel dieser Aktion ist die Erhöhung des Bewusstseins für Erste Hilfe und die Stärkung des Selbstvertrauens in Notfallsituationen. Trotz dieser positiven Entwicklungen steht die FRNÖ weiterhin nicht offiziell in der Rettungskette in Niederösterreich und sieht sich Herausforderungen gegenüber. Höppner äußerte Bedenken hinsichtlich der Verzögerungen bei der Bereitstellung von 5.000 First Respondern durch die Landesregierung. Diese Situation wirft die Frage auf, ob im Hintergrund größere Probleme existieren, da keine Auskünfte über Verträge und Zahlen bereitgestellt werden.

Höppner kritisierte zudem die Landesregierung und das Rote Kreuz für die Behinderung seines Projekts, was die Bemühungen zur Verbesserung der präklinischen Notfallversorgung gefährdet. Sein Ziel bleibt klar: Jeder soll unabhängig von der Postleitzahl Zugang zu qualitativ hochwertiger Notfallhilfe haben.

Vielfältige Ausbildungsformate für First Responder

Ein wichtiger Aspekt zur Unterstützung der Erste-Hilfe-Initiativen sind die verschiedenen Ausbildungsformate, die angeboten werden. So können interessierte Personen aus mehreren Optionen wählen, um sich flexibel weiterzubilden. Dazu gehören Präsenzlehrgänge, bei denen die Teilnehmer direkt in die Räumlichkeiten des Anbieters kommen und gemeinsam mit anderen lernen. Hierbei kann unter Umständen eine Unterkunft notwendig sein, abhängig von der Dauer des Lehrgangs.

Für diejenigen, die lieber autark lernen möchten, gibt es die Möglichkeit des E-Learnings. Hierbei können die Kursteilnehmer den Kurs an einem beliebigen Ort absolvieren und selbstständig durch den fachlichen Input gehen. Zusätzlich stehen begleitende Lehrmaterialien und eine Fortschrittsüberprüfung zur Verfügung. Das Blended Learning kombiniert beide Formate, indem es eine E-Learning-Phase mit einer anschließenden Präsenz-Phase integriert. Dies soll die Vorteile beider Methoden nutzen, um den Lernerfolg zu maximieren. Auch externe Gruppenschulungen werden angeboten, bei denen der Anbieter mit der notwendigen Ausrüstung zu einem festgelegten Schulungsort kommt, um praxisnahen Unterricht zu gewährleisten (Quelle).

Insgesamt ist die Initiative zur Förderung von Erste-Hilfe-Kenntnissen nicht nur wichtig für die Stärkung individueller Fähigkeiten, sondern auch für die gesamte Gesellschaft. Angesichts der Herausforderungen, mit denen die FRNÖ konfrontiert ist, wird deutlich, wie wichtig es ist, dass sowohl die öffentliche Hand als auch die Zivilgesellschaft gemeinsam an einer Verbesserung der Notfallversorgung arbeiten. Nur so kann das Ziel erreicht werden, dass jeder Bürger in der Lage ist, im Notfall zu helfen und somit einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit unserer Gemeinschaft zu leisten.