Am 10. März 2022 fand im Vereinshaus des Schützenvereins Mistelbach die gesetzlich vorgeschriebene Hege- und Trophäenschau statt. Organisiert von Hegeringleiter Hermann Bachl und seinem Team, wurde die Veranstaltung durch die Jagdhornbläsergruppe Zayatal unter der Leitung von Hornmeister Ludwig Leisser musikalisch umrahmt. Diese feierliche Veranstaltung vereint jagdliches Brauchtum und ländliche Tradition und richtet sich an die Jägerschaft sowie die nichtjagende Bevölkerung. Ehrengäste wie Vizebürgermeister Michael Schamann, Bezirksjägermeister DI Andreas Berger und Oberschützenmeister Josef Kohzina waren ebenfalls anwesend. Quelle
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Trophäenbewertung, bei der Erleger von trophäentragenden Schalenwildstücken, insbesondere Rehböcken, ihre Trophäen zur Bewertung vorlegten. Unter den Bewertern waren Johann Bauer und Manfred Resch sowie Johann Nemetschek aus Schrattenberg. Die Trophäenbewertung fand unter den geltenden Corona-Bedingungen statt, was der Atmosphäre jedoch keinen Abbruch tat. Der Hegering Mistelbach, der elf Jagdreviere umfasst, bietet eine Plattform für den Austausch und die Weiterentwicklung der Jagd.
Wildbestände und Jagdentwicklung
Im Jagdgebiet Eibesthal wurden im Jahr 2025 insgesamt 13 Stück Rotwild und erstmals ein Damhirsch erlegt. Währenddessen verzeichnete man einen Anstieg der Wildschweine um 18 Stück und einen Rückgang beim Rehwild, was teilweise auf den Straßenverkehr zurückzuführen ist. Rehwild gilt jedoch als die konstanteste Wildart im Hegering und Bezirk Mistelbach. Auch die Bestände von Feldhasen, Fasanen, Wildenten und Füchsen sind rückläufig, während die Raubwild-Gesamtstrecke stabil bleibt, abgesehen von einem Minus von 24 % beim Mauswiesel. Quelle
Die Ausbildung neuer Jäger ist ebenfalls ein wichtiges Thema: Im Vorjahr gab es 67 Jungjägerkandidaten, von denen 47 die Prüfung bestanden haben. Aktuell befinden sich 31 in der Ausbildung. Die Themen der Jägerschaft sind vielfältig und reichen von Sicherheit im Jagdbetrieb über Jagdgesetznovellen bis hin zu modernen Technologien wie Nachtsichttechnik und Drohneneinsatz. Vizebürgermeister Schamann dankte den Jägern für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.
Ehrungen und Auszeichnungen
Die Veranstaltung bot auch einen würdigen Rahmen für Ehrungen: Heinrich Lester und Erhard Wagner erhielten den Ehrenbruch in SILBER, während Dr. Wilfried Rupprecht mit dem Ehrenbruch in GOLD ausgezeichnet wurde. Das Jagschützenabzeichen wurde in verschiedenen Kategorien vergeben: Bronze an Gerhard Eisner, Silber an Alvin Bacher, Johannes Stallbaumer und Karl Stubenvoll, sowie Gold an Christoph Bacher, Christian und Florian Seltenhammer, Erhard Wagner, Michael Strobl und Thomas Wegerth. Zudem wurden die goldene Jahresbestnadel an Hannes Wiesinger, Gustav Forster und Josef Liebhart verliehen.
Ein Gastvortrag von Amtstierärztin Mag. Ulrike Leitner über aktuelle Wild- und Tierkrankheiten, darunter Geflügelpest, Maul- und Klauenseuche sowie Afrikanische Schweinepest, rundete die Veranstaltung ab. Solche Informationen sind für die Jägerschaft von großer Bedeutung und tragen zur Sensibilisierung für die Gesundheit der Wildtiere bei.
Termine im Jagdjahr 2026
Das Jahr 2026 hält einige wichtige Termine für die Jägerschaft bereit. Der Bezirksjägertag in Ladendorf findet am 16. Mai statt, gefolgt von der Jägerandacht bei der Hubertuskapelle in Bullendorf am 17. Mai. Weitere Veranstaltungen sind die jagdliche Bezirksmeisterschaft beim Schützenverein Mistelbach am 30. und 31. Mai, sowie die Hegeringmannschaftsmeisterschaft am 5. und 6. September. Ein besonderes Highlight ist die 9. Bezirks-Hubertus-Wallfahrt in Maria Bründl am 18. Oktober.
Die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildtiermanagement, die 1957 gegründet wurde, spielt eine wichtige Rolle in der Forschung und Beratung rund um die Jagd. Sie ist Teil des Landesamts für Verbraucherschutz und Ernährung Nordrhein-Westfalen und setzt sich mit Themen wie Wildgesundheit und den Wechselbeziehungen zwischen Wild und Lebensraum auseinander. Informationen und Ansprechpartner finden sich auf der Website der Forschungsstelle hier.