Heute ist der 24.02.2026 und wir blicken auf die LEADER Region Weinviertel Ost, wo das Ehrenamt eine tragende Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt spielt. Engagierte Bürgerinnen und Bürger leisten wertvolle Beiträge in verschiedenen sozialen Bereichen. Die Region lädt aktuell dazu ein, die Geschichten dieser Ehrenamtlichen in Interviews zu teilen. Damit soll nicht nur das Engagement sichtbar gemacht werden, sondern auch andere dazu inspiriert werden, aktiv zu werden.
Freiwillige Helfer unterstützen unter anderem ältere Menschen, Familien in Not, Jugendliche sowie Menschen mit Behinderungen. Sie springen ein, wo staatliche und institutionelle Angebote oft an ihre Grenzen stoßen. Zu den Einsatzfeldern zählen Besuchsdienste, Nachbarschaftshilfen, Tafelprojekte, Hausaufgabenbetreuung, Tierheimhilfe sowie die Flüchtlings- und Obdachlosenarbeit. Besonders die Babyboomer-Generation, geboren bis etwa 1969, bringt viel Potenzial mit: Viele sind bereits im Ruhestand oder stehen kurz davor und verfügen über Lebens- und Berufserfahrung sowie soziale Kompetenzen.
Ehrenamt als Schlüssel zum Zusammenhalt
Ehrenamtliches Engagement ist nicht nur eine Bereicherung für die Gesellschaft, sondern auch für die Engagierten selbst. Es bietet die Möglichkeit, neue soziale Kontakte zu knüpfen und ein Gefühl von Sinnhaftigkeit zu erleben. Das Projekt „Gemeinsam stark: Ehrenamt im Weinviertel“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt des Ehrenamts zu zeigen und andere zur aktiven Teilnahme zu motivieren. Laut einer Untersuchung des Körber-Stiftung engagieren sich insbesondere viele ältere Menschen im sozialen Bereich. Diese engagieren sich häufig generationsübergreifend, um hilfsbedürftige Personen zu unterstützen.
Die Definition von Engagement ist vielseitig. Während klassisches Engagement oft als Ehrenamt in Vereinen verstanden wird, umfasst gesellschaftliches Engagement auch demokratische Bürgerbeteiligung und Initiativen. Ein Bericht zeigt, dass der Grad des Engagements in der zweiten Lebenshälfte stark von Faktoren wie Bildung, Gesundheit und Erwerbstätigkeit abhängt. So engagierten sich 2019 beispielsweise 51% der Menschen mit hohem Bildungsabschluss, während nur 26% der Personen mit niedrigem Bildungsabschluss aktiv waren.
Herausforderungen und Motivationen
Trotz des hohen Potenzials, das die Babyboomer-Generation für das Ehrenamt mitbringt, gibt es auch Herausforderungen. Zeitliche Gründe werden häufig als das größte Hindernis genannt, gefolgt vom Wunsch, keine Verpflichtungen einzugehen. Ältere Menschen ab 65 Jahren geben zudem gesundheitliche Gründe an, die sie am Engagement hindern. Interessanterweise engagieren sich Frauen häufig aus familiären Gründen weniger, während Männer oft andere Prioritäten setzen.
Dennoch bleibt die Motivation für das Engagement bei beiden Geschlechtern ähnlich: Spaß, das Helfen anderer und die Mitgestaltung der Gesellschaft stehen im Vordergrund. Die älteren Engagierten tun dies oft, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und soziale Isolation zu vermeiden. Diese Aspekte unterstreichen die Bedeutung des Ehrenamts nicht nur für die Gemeinschaft, sondern auch für das individuelle Wohlbefinden.
Insgesamt zeigt sich, dass das Ehrenamt im Weinviertel Ost eine wertvolle Säule des sozialen Lebens darstellt, die es zu fördern gilt. Die Geschichten der Ehrenamtlichen sind nicht nur inspirierend, sondern auch ein Aufruf an alle, sich aktiv einzubringen und somit den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel auf Mein Bezirk.