In einem aktuellen Polizeieinsatz in Bergland, Niederösterreich, wurde ein 29-jähriger slowakischer Lkw-Chauffeur während einer Schwerpunktkontrolle auf der B25 gestoppt. Diese Kontrolle, die sich auf den Schwerverkehr konzentrierte, offenbarte nicht nur schwerwiegende Übertretungen der Lenk- und Ruhezeiten, sondern auch Anzeichen von Suchtmittelbeeinträchtigung. Der Fahrer fiel bereits in der Vorwoche bei einer anderen Kontrolle auf und wurde nun erneut überprüft, woraufhin die Polizei mögliche Merkmale einer Beeinträchtigung durch Drogen feststellte.

Eine anschließende ärztliche Untersuchung bestätigte den Verdacht auf Drogenkonsum, was zur vorläufigen Abnahme seines Führerscheins und zur Untersagung der Weiterfahrt führte. Der Fahrer sieht sich nun mit mehreren Anzeigen bei der Bezirksverwaltungsbehörde Melk konfrontiert. Diese Maßnahmen sind Teil der Bemühungen der Polizei, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und gefährdete Verkehrsteilnehmer zu schützen. Weitere Informationen zu diesem Vorfall sind in einem Artikel auf Kurier.at zu finden, sowie auf NOEN.at.

Drogenlenker im Fokus der Polizei

Die Kontrolle fand am Donnerstag statt und war Teil einer größeren Aktion zur Überprüfung des Schwerverkehrs. Die Polizei hat in den letzten Jahren verstärkt Maßnahmen ergriffen, um Drogenlenker aus dem Verkehr zu ziehen. Diese Strategie ist besonders wichtig, da laut einer Dunkelfeldstudie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) im Jahr 2023 rund 250.000 Personen unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug gelenkt haben. Dennoch wurden nur 8.676 Anzeigen wegen Drogenlenkens erstattet, was lediglich etwa 3 % der geschätzten Fälle entspricht.

Diese Diskrepanz zeigt, dass ein Großteil der beeinträchtigten Fahrer unentdeckt bleibt. Um diesem Problem entgegenzuwirken, wird vorgeschlagen, geeignete Geräte und Abläufe zu implementieren, die eine effizientere Identifizierung von Drogenlenker*innen ermöglichen. In Österreich besteht somit ein klarer Handlungsbedarf, um die Drogendetektion zu verbessern und sich an europäischen Vorbildern zu orientieren. Für weiterführende Informationen zur Studie können Sie die Ergebnisse auf der Website des KFV einsehen.