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Im Herzen Niederösterreichs, im Bezirk St. Pölten, liegt die kleine Ortschaft Kronberg, die zur Gemeinde Kasten bei Böheimkirchen gehört. Mit nur 18 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) ist Kronberg ein beschaulicher Ort, der sich südlich von Kasten und westlich des Hegerberges (655 m ü. A.) erstreckt. Die Erreichbarkeit erfolgt über die Landesstraße L132 sowie eine Nebenstraße, die bei Gstetten abzweigt. Das Wasser des Kronberger Baches fließt in den Michelbach und sorgt für eine natürliche Entwässerung.

Die erste Erwähnung von Kronberg als Dorf mit vier Häusern geht auf das Jahr 1822 zurück, als das Gebiet zur Pfarre Kasten eingepfarrt war. Die Geschichte von Kronberg ist eng mit der Herrschaft Wald verbunden, die die Ortsobrigkeit ausübte und die Landgerichtsbarkeit in der Region innehatte. Auch die Herrschaft Kasten hatte Einfluss auf die Konskription, während die Untertanen und Grundholde den Herrschaften Wald und Lilienfeld gehörten. Ein Blick in das Adressbuch von Österreich aus dem Jahr 1938 zeigt, dass ein Wagner und zwei Landwirte mit Direktvertrieb in Kronberg ansässig waren (Source 1).

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Die Gemeinde Kasten im Überblick

Die Gemeinde Kasten ist ein Streusiedlungsgebiet, das die Dörfer Kasten und Fahrafeld umfasst. Der erste urkundliche Nachweis des Namens Kasten stammt aus dem Jahr 1157 in Passauer Dokumenten. Bereits 1248 gab es eine Unterscheidung zwischen Innerkasten (Casten superius) und Außerkasten (Casten inferius). Der Ortsnamensforscher Dr. Büttner und Dr. Weigel vermuten, dass der Zehentkasten namensgebend war. Fahrafeld, ein weiterer Teil der Gemeinde, wurde erstmals 1180 urkundlich erwähnt.

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Die Geschichte Kastens reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, als die Siedlung als Kirchensiedlung unter dem Patrozinium St. Mauritius entstand. Im Jahr 1265 erhielt Kasten den Status einer eigenen Pfarre. Die Herren von Wald, Lehensleute des Bischofs von Passau, verkauften 1366 ihren Besitz an das Kloster St. Pölten. Der Weinbau war bis ins 17. Jahrhundert nachweisbar, und in den Jahren 1529, 1532 und 1683 kam es zu verheerenden Türkenangriffen, die schwere Schäden an Häusern und der Kirche verursachten (Source 2).

Entwicklung und Infrastruktur

Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts endete die Untertänigkeit der Bauern, und die Gründung von Gemeinden nahm ihren Lauf. 1870 begann die Straßenerschließung, und ein Jahr später wurde das Postamt in Kasten gegründet. Die 1872 erfolgte Umwandlung des Zehentkastens zur Volksschule und die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kasten im Jahr 1873 sind weitere Meilensteine der Entwicklung der Gemeinde.

Die Zeit des Ersten Weltkriegs forderte von Kasten 46 gefallene Soldaten, während der Zweite Weltkrieg 48 Gefallene und 15 Vermisste zu beklagen hatte. In den 60er Jahren wurden bedeutende Infrastrukturmaßnahmen wie Straßenasphaltierungen und der Bau des Amtshauses umgesetzt. Die Wiederaufteilung in die Gemeinden Kasten und Stössing fand am 1. Januar 1988 statt. Heute erstreckt sich Kasten über eine Fläche von 20,5 km² und zählt etwa 1.500 Einwohner (Source 2).

Die Geschichte von Kronberg und der Gemeinde Kasten ist ein faszinierendes Beispiel für die tief verwurzelte Kultur und Tradition in Niederösterreich. Die Entwicklung von der Kirchensiedlung bis hin zur modernen Gemeinde zeigt, wie lebendig und dynamisch ländliche Räume sein können.