Am vergangenen Wochenende erlebte Hohenberg ein wahrhaft närrisches Spektakel: Der Faschingsumzug zog trotz Minusgraden und grauem Himmel zahlreiche Zuschauer:innen an, die sich entlang der Strecke versammelten. Insgesamt 18 Gruppen präsentierten ihre kreativen Kostüme, und der Marktplatz verwandelte sich in eine bunte Bühne der Freude und des Feierns. Besonders auffällig waren die Kostüme von Lea Staudinger und Raphael Pichler, die sich als Leonardo da Vinci und Mona Lisa verkleideten. Angeführt wurde der Umzug von der Musikkapelle Hohenberg, die unter dem Motto „Musi-Mausefalle“ für tolle Stimmung sorgte, indem sie eigene Musik spielte.
Die Veranstaltung bot ein breites Spektrum an kreativen und lustigen Gruppenkostümen, darunter war auch die Mario-Kart-Gruppe, die für viele Lacher sorgte. Nicht zu vergessen war das Einzelkostüm von Günther Lozinski, der als „Lampe mit Wackelkontakt“ die Herzen der Zuschauer:innen gewann. Ein Highlight des Umzugs war das fahrende „Casino Hohenberg“, in dem Robert Lampl, Dieter Pachler und Werner Hofbauer als menschlicher einarmiger Bandit auftraten. Auch die übergroße Pfandsammelmaschine der Firma Wiesbauer, betrieben von Andreas und Helga mit ihrem Team, sorgte für Begeisterung.
Karneval in Deutschland
Der Faschingsumzug in Hohenberg ist ein kleiner Teil des größeren Karnevals, der in Deutschland eine lange Tradition hat. Besonders im Rheinland und Rheinhessen wird dieser Brauch ausgiebig gefeiert. Der Karneval, auch bekannt als Fasching oder Fastnacht, ist als die fünfte Jahreszeit bekannt und findet traditionell vor der sechswöchigen Fastenzeit statt, die am Aschermittwoch beginnt und bis zum Ostersamstag dauert. Während dieser Zeit können viele Menschen schlemmen und feiern, bevor sie sich in die Fastenzeit begeben, deren Regeln heute nicht mehr so strikt sind wie früher. Laut einer Umfrage der DAK haben über die Hälfte der Frauen in Deutschland schon einmal für mehrere Wochen auf ein Genussmittel verzichtet, was die Vielfalt der persönlichen Fastenentscheidungen zeigt.
Die Ursprünge des Karnevals sind tief in der deutschen Kultur verwurzelt und lassen sich sowohl auf christliche Traditionen als auch auf heidnische Rituale zurückführen. Die Begriffe Karneval, Fasching und Fastnacht sind regional unterschiedlich geprägt. Während der Karneval vor allem im Rheinland gefeiert wird, ist der Fasching insbesondere in Bayern und Österreich verbreitet. Die Fastnacht hingegen bezieht sich meist auf die Nacht vor dem Fasten und wird in Hessen, Baden-Württemberg und der Schweiz zelebriert. Diese regionalen Unterschiede zeigen, wie vielfältig die Bräuche rund um den Karneval in Deutschland sind.
Ein buntes Kaleidoskop der Traditionen
Die Faschingsbräuche sind Ausdruck einer lebendigen Kultur, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat. Im Rheinland erfreuen sich Veranstaltungen wie der Rosenmontagszug in Köln großer Beliebtheit, während in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht kunstvoll geschnitzte Holzmasken und Figuren wie Hexen und Teufel zu sehen sind. Auch in Bayern werden zahlreiche Bälle und Feste organisiert, die den bayerischen Fasching lebendig halten. Kuriositäten wie das „Geldbeutelwaschen“ am Aschermittwoch ergänzen die bunte Palette der Traditionen, die in der Faschingszeit zum Tragen kommen. Musik spielt dabei eine zentrale Rolle – traditionelle Karnevalslieder und deutsche Schlager von Künstlern wie Helene Fischer und Mickie Krause sorgen für die passende Stimmung.
Insgesamt zeigt der Faschingsumzug in Hohenberg nicht nur die Freude und den Gemeinschaftsgeist der Menschen, sondern ist auch ein kleiner Teil eines viel größeren Festes, das in Deutschland und darüber hinaus gefeiert wird. Für weitere Informationen zu den Faschingsbräuchen in Deutschland können Sie einen Blick auf die detaillierte Analyse auf Perfekt Deutsch werfen.
Für die, die mehr über die Tradition des Karnevals in Deutschland erfahren möchten, bietet Statista eine umfassende Übersicht über die verschiedenen Facetten und Bräuche dieser besonderen Zeit.
Quellen: Mein Bezirk, Statista, Perfekt Deutsch.