In der Stadt Melk, Österreich, gibt es derzeit einen besorgniserregenden Trend: Seit Juli sind zahlreiche Katzen aus verschiedenen Vierteln verschwunden. Besonders betroffen sind die Gebiete Kreuzacker, Herrieder Straße, Karl-Schmid-Straße, Spielberg und Pielach. Obmann Benjamin Steyrer von den „Freunden der Herrieder Straße Melk“ hat in einem Facebook-Aufruf auf die besorgniserregende Situation aufmerksam gemacht, der fast 300 Mal geteilt wurde. Insgesamt meldeten sich rund 30 Personen und berichteten von vermissten Katzen, was die Sorgen in der Gemeinde weiter schürt. Eine Rückkehr von Katzen wurde zwar vereinzelt gemeldet, doch viele davon kehrten schwer verletzt zurück.

Besonders alarmierend sind die Verletzungen, die viele dieser Tiere aufweisen. Ein Kater erlitt einen komplizierten Oberarmbruch, während eine andere Katze Symptome einer Vergiftung zeigte. Steyrers Katzen wurden innerhalb von nur zehn Tagen verletzt. Auch Kommentare unter dem Facebook-Post berichten von weiteren schockierenden Fällen. Um ihre Tiere zu schützen, haben viele Katzenbesitzer ihre Haustiere in einen „Hausarrest“ versetzt.

Gerüchte und Befürchtungen

Die Gerüchte über mögliche Lebendtierfallen um Spielberg beunruhigen die Katzenbesitzer zusätzlich, auch wenn die Polizei diese Informationen bisher nicht bestätigen konnte. Experten und Betroffene hegen ernsthafte Zweifel, dass es sich hierbei um einen Zufall handelt. In einem Klima der Angst fordern die Behörden und die betroffenen Katzenbesitzer die Bevölkerung auf, jeder verdächtigen Beobachtung nachzugehen und diese zu melden.

Ein positives Beispiel gibt es jedoch auch: Eine Katze konnte erfolgreich an ihre Besitzerin zurückgegeben werden. Dies zeigt, wie wichtig es ist, die Tiere zu chippen und sie, wenn möglich, bis zum ersten Lebensjahr drinnen zu halten, wie von den Experten empfohlen wird. Die gesetzliche Kastrationspflicht für Freigängerkatzen, die seit 2005 in Österreich gilt, erweist sich als notwendig, denn viele Katzen haben keine Besitzer, was oft zu einem Mangel an Verantwortung führt. Laut aktivertierschutz.at sind die Tierheime überlastet mit kranken und unterernährten Jungkätzchen.

Unterstützung suchen

Katzenbesitzer, die nach vermissten Tieren suchen, können auf tiersuchzentrale.at zurückgreifen, die umfangreiche Informationen über das Auffinden von Tieren in Österreich bereitstellt. Diese Plattform ermöglicht es, spezifische Bezirke und Bundesländer für die Suche zu filtern und erhöht somit die Chancen, vermisste Haustiere wieder zu finden.

Angesichts der alarmierenden Berichte und der zunehmenden Sorgen in der Bevölkerung bleibt zu hoffen, dass rasch wirksame Maßnahmen ergriffen werden, um die herumirrenden Katzen zu schützen und die Gründe für deren Verschwinden zu beseitigen. Es ist wichtig, dass die Gemeinde zusammenhält und solche Vorfälle entschieden angeht, um das Wohl der Tiere zu sichern.