Heute ist der 15.04.2026 und die Kultur in Niederösterreich blüht auf. Gleich an mehreren Orten werden spannende Ausstellungen und Veranstaltungen eröffnet, die das Erbe und die zeitgenössische Kunst der Region beleuchten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der jüdischen Geschichte, aber auch auf den Auswirkungen von historischen Ereignissen und den Herausforderungen der modernen Baukultur.

Die ehemalige Synagoge in St. Pölten wird zur Bühne für die Wechselausstellung „Geraubte Heiligkeit – Judaica aus Niederösterreich“, die heute ihre Pforten öffnet. Unter der Kuratorin Martha Keil werden sieben Ritualobjekte gezeigt, die aus rund 25 zerstörten und geplünderten Synagogen und Bethäusern in Niederösterreich stammen. Diese Objekte, die entweder aus dem Jüdischen Museum Wien stammen oder als Raubgut in den Handel gelangten, stehen im Fokus der Thematisierung von zerstörten und verschwundenen Gegenständen, die nur durch Fotos und Listen nachweisbar sind. Die Ausstellung läuft bis zum 15. November, und die Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr (Pressefeuer).

Von Tschernobyl bis zur Baukultur

Im Theater am Steg in Baden wird ebenfalls heute um 19 Uhr die Fotoausstellung „40 Jahre Tschernobyl“ eröffnet. Die Kuratorin Michaela Vondruska präsentiert Arbeiten, die während Aufenthalten in der Sperrzone Tschernobyl (2018 und 2019) entstanden sind. Diese Ausstellung wird bis zum 26. April zu sehen sein und schließt mit einer Gedenkveranstaltung am 26. April, dem 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe, ab. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 14 bis 16 Uhr mit Anwesenheit der Fotografin (Presse Nachrichten).

In Langenlois wird am 16. April die Ausstellung „Haus Hof Dorf. Wohnbau am Land – Eine Anleitung“ eröffnet. Diese Ausstellung thematisiert moderne Bau- und Wohnformen auf dem Land und ist bis zum 13. Juni zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag bis Samstag von 10 bis 13:30 und 15 bis 19 Uhr.

Vielfältige Kunst und Kultur

Ein weiterer spannender Termin ist der Lehrgang „Baukultur kompakt“, der am 17. April im Flusshaus Prinzersdorf stattfindet. Organisiert vom ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich, dreht sich dieser Lehrgang um Themen wie die NÖ Bauordnung, Fördermöglichkeiten und den Umgang mit Leerstand.

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Am selben Tag eröffnet im Haus der Kunst in Baden die Ausstellung „Vom Stillen und vom Lebendigen“ mit der Künstlerin Gabi Burger. Zu sehen sind großformatige Porträts in Schwarzweiß sowie Stillleben in expressiver Farbigkeit. Die Ausstellung läuft bis zum 26. April und die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Donnerstag von 15 bis 18 Uhr sowie Freitag bis Sonntag von 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr.

Am 18. April findet die experimentelle Ausstellung „ephemeral forms of presence“ im Kunstverein Baden statt, die sich mit der Erfahrung von Kunst beschäftigt. Die Künstlerin Lisa Großkopf wird ihre Arbeiten präsentieren. Am selben Tag wird zudem eine 3D-Visualisierung des ehemaligen KZ-Außenlagers Melk in der Kulturwerkstatt Tischlerei Melk um 18 Uhr vorgestellt.

Für Familien gibt es am 18. April im Rahmen des Österreichischen Welterbetags eine Kunstmeile in Krems mit einem Programm namens „Farben der Natur“ in der Wachau sowie einem „Welterbe-Walk“ von der Landesgalerie Niederösterreich in die Altstadt von Stein. Auch das Museum Gugging bietet Führungen und Workshops an, während das Weinviertler Museumsdorf Niedersulz Workshops zu Altbausanierung und Lehmbau veranstaltet.

Diese Veranstaltungen zeigen, wie vielfältig und lebendig die Kultur in Niederösterreich ist. Sie ermöglichen den Besuchern nicht nur einen Blick in die Vergangenheit, sondern auch eine Auseinandersetzung mit aktuellen Themen der Gesellschaft und Kunst. Ein Besuch dieser Ausstellungen und Veranstaltungen lohnt sich auf jeden Fall!