Heute ist der 28.02.2026 und in Niederösterreich wird der Hochwasserschutz großgeschrieben. Vor kurzem informierte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf über die laufenden und geplanten Hochwasserschutzprojekte in der Region. Diese Veranstaltung fand im Flussbauhof Plosdorf in Böheimkirchen, Bezirk St. Pölten-Land, statt. Anwesend waren auch der Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und Martin Angelmaier, Leiter der Gruppe Wasser beim Amt der NÖ Landesregierung. Besonders das Hochwasser im September 2024 hat die Dringlichkeit rechtzeitiger Vorsorge deutlich gemacht und die Notwendigkeit für effektiven Hochwasserschutz unterstrichen.
Die Maßnahmen zur Hochwassersicherung werden im Jahr 2026 fortgesetzt. Rund ein Drittel der Projekte sind darauf ausgelegt, Wasser zurückzuhalten und Gewässern mehr Raum zu geben. Im Jahr 2025 wurden bereits 16 Projekte mit Investitionen von etwa 40 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen, darunter bedeutende Vorhaben wie der Hochwasserschutz an der Lainsitz in Gmünd (12,2 Millionen Euro) und an der Krems in Krems (11 Millionen Euro). Aktuell sind 31 Maßnahmen in der Umsetzung, darunter der Hochwasserschutz an der Piesting in Wöllersdorf-Steinabrückl (15 Millionen Euro) und am Hagenbach in St. Andrä-Wördern (12,8 Millionen Euro).
Investitionen und zukünftige Projekte
Für 2026 sind bereits 28 neue Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 85 Millionen Euro geplant. Zu den bedeutendsten Projekten zählen das Hochwasserschutzprojekt Hassbach in Warth (16 Millionen Euro), die Dammsanierung an der Perschling (15 Millionen Euro) sowie der Hochwasserschutz an der Schwechat in Rannersdorf (11 Millionen Euro). Zudem sind Projekte am Nadelbach in St. Pölten (5,5 Millionen Euro) und am Melk-Mank in St. Leonhard am Forst (4,5 Millionen Euro) vorgesehen.
Die Investitionen in den Jahren 2025 und 2026 betragen jeweils etwa 80 Millionen Euro, was rund 2.600 Arbeitsplätze schaffen soll. Eine schnelle Eingreiftruppe ist in der Lage, viele kleine und mittlere Projekte rasch umzusetzen. Jährlich wird an rund 30 Projekten und 90 Instandhaltungsmaßnahmen gearbeitet, und nach dem Hochwasser 2024 wurden 100 Sofortmaßnahmen realisiert.
Technologie und Prognosen
Ein wichtiger Aspekt des Hochwasserschutzes ist die Überwachung. In den letzten sechs Monaten wurden rund 40 zusätzliche Pegelstationen errichtet, sodass nun insgesamt 930 Messstellen zur Verfügung stehen. 360 dieser Messstellen bieten Echtzeitdaten auf der Landeshomepage an, während 59 Pegelstellen Prognosen bereitstellen. Dies ermöglicht gezieltere Vorhersagen, wie Martin Angelmaier betont. Zudem hat Dietmar Fahrafellner ein Investitionspaket von über fünf Millionen Euro für Pumpen und moderne Ausrüstungen nach dem Hochwasser 2024 angekündigt.
Doch trotz aller technischen Einrichtungen bleibt die Gewalt der Natur nicht immer zu bändigen. Extreme Niederschlagsereignisse, wie sie in den letzten Jahrzehnten in Mitteleuropa aufgetreten sind, führten zu erheblichen volkswirtschaftlichen Schäden sowie zu Verlusten an Menschenleben. Der Klimawandel erhöht zudem die Wahrscheinlichkeit extremer Regenfälle und Hochwasserkatastrophen, weshalb weitere Maßnahmen zum Hochwasserschutz unabdingbar sind.
Die Hochwasserschutzfibel, die als nützliche Planungshilfe für Bauwillige und Hauseigentümer dient, hat das Ziel, Menschenleben zu schützen und größere Schäden sowie finanzielle Belastungen zu vermeiden. Auch die Nutzung von Auen und Gewässerflächen erfordert eine Abwägung zwischen Nutzen und Gefahren, da überflutete Auen gleichzeitig Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten bieten.
In Anbetracht all dieser Faktoren wird deutlich, dass Hochwasserschutz ein fortwährender Prozess ist, der sowohl technologische Fortschritte als auch ein Bewusstsein für die Natur erfordert. Weitere Informationen über die Maßnahmen in Niederösterreich können Sie [hier](nachlesen).
Zusätzlich ist es wichtig zu wissen, dass Hochwasser Teil des natürlichen Kreislaufs ist und durch menschliche Aktivitäten beeinflusst wird. Maßnahmen zur Schadensabwehr sind daher unerlässlich, um die Auswirkungen solcher Naturereignisse zu mildern. Weitere Details zur Hochwasserschutzfibel finden Sie [hier](nachzulesen), während die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf Hochwasserereignisse in umfassenden Berichten auf [bfn.de](bfn.de) thematisiert werden.