In der Region Kampseen hat der Glasfaserausbau einen entscheidenden Schritt gemacht. Acht Gemeinden, darunter Albrechtsberg, Gföhl und Rastenfeld, haben sich zusammengetan, um rund 1.200 Haushalte und Betriebe an das moderne Glasfasernetz anzuschließen. Der offizielle Spatenstich fand kürzlich in Rastenfeld statt, wobei Vertreter aus Politik und Verwaltung, wie Landtagsabgeordneter Josef Edlinger und Nationalratsabgeordnete Martina Diesner Wais und Lukas Brandweiner, anwesend waren. Die Investitionssumme von etwa 7 Millionen Euro wird in den Ausbau von rund 250 Kilometern Glasfaserleitungen fließen, was die digitale Grundversorgung in der Region erheblich verbessern soll. Das Projekt wird von der FTTH Kernland-Kampseen Projekt GmbH getragen und ist Teil einer umfassenden Initiative zur Förderung von modernem Arbeiten, wirtschaftlichem Wachstum und Lebensqualität in der Region. Die Baumaßnahmen werden durch die Generalunternehmen Swietelsky und Hasenöhrl umgesetzt und sollen bis zum Frühling 2027 abgeschlossen sein, während die Aktivierungen der Anschlüsse bis Herbst 2027 erfolgen sollen. Unterstützt wird dieses Vorhaben auch von der Niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG), die als Ziel die flächendeckende Versorgung Niederösterreichs mit gigabitfähigen Anschlüssen bis 2030 angibt. Besonders betont wird, dass die Glasfasertechnologie langfristig in öffentlicher Hand bleiben soll, um auch für die Zukunft ausreichend Kapazitäten zu bieten. Weitere Informationen zu diesem Ausbau finden Sie in dem Artikel auf MeinBezirk.
Wirtschaftlicher Motor für Niederösterreich
Der Glasfaserausbau in Niederösterreich ist nicht nur ein technisches Projekt, sondern spielt eine zentrale Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung des ländlichen Raumes. Seit 2014 arbeitet die nöGIG im Auftrag des Landes daran, moderne Glasfaserinfrastruktur zu schaffen. Zwischen 2016 und 2023 wurden dafür rund 312 Millionen Euro investiert, was zu etwa 4.000 Jahresbeschäftigungsverhältnissen in Österreich führte, davon 2.900 in Niederösterreich. Die Bruttowertschöpfung aus diesen Maßnahmen betrug 250 Millionen Euro, wobei 154 Millionen Euro direkt in der Region blieben. Diese Investitionen haben nicht nur die Lebensbedingungen zwischen Stadt und Land verbessert, sondern auch die Attraktivität ländlicher Gebiete gesteigert. Das offene Netzmodell der nöGIG fördert den Wettbewerb und bietet den Endkunden eine größere Auswahl an Produkten.
Um die flächendeckende Versorgung bis 2030 zu erreichen, plant das Land Niederösterreich weitere Fördermittel in Höhe von 100 Millionen Euro für periphere Gebiete bereitzustellen. Auch auf Bundesebene sind zusätzliche Mittel notwendig, um diese ambitionierten Ziele zu verwirklichen. Seit 2023 wurden bereits 23 gemeindeeigene Glasfasernetze mit geplanten Investitionen von 172 Millionen Euro bewilligt, die 1.790 Arbeitsplätze und eine Bruttowertschöpfung von 144,6 Millionen Euro schaffen werden. Diese Informationen können Sie auch auf der Webseite der nöGIG nachlesen: nöGIG.
Zukunftssichere Infrastruktur
Durch die Realisierung solcher Projekte wird nicht nur die digitale Infrastruktur gestärkt, sondern es wird auch ein entscheidender Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität in der Region geleistet. Die Studie des Economica Instituts zeigt, dass jeder investierte Euro im Glasfaserausbau eine Bruttowertschöpfung von durchschnittlich 2,27 Euro in Österreich generiert. Diese positiven Effekte sind besonders in ländlichen Gebieten spürbar, wo der Zugang zu schnellem Internet oft noch ein großes Manko darstellt. Der Glasfaserausbau wird somit zu einem wesentlichen Element, um die Lebensqualität zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu steigern.
Insgesamt zeigt sich, dass der Glasfaserausbau in der Region Kampseen nicht nur technische Fortschritte mit sich bringt, sondern auch als wirtschaftlicher Motor für Niederösterreich fungiert. Die nächsten Jahre werden entscheidend sein, um die gesteckten Ziele zu erreichen und den ländlichen Raum zukunftssicher zu gestalten.