Die Österreichische Mobilitätswoche ist ein Highlight im Kalender der nachhaltigen Mobilität. Jedes Jahr vom 16. bis 22. September findet diese wichtige Veranstaltung statt, die von der Europäischen Kommission organisiert wird. Seit 2002 gibt es diese Kampagne, die Kommunen in Europa die Möglichkeit bietet, innovative und kreative Ansätze zur Förderung nachhaltiger Mobilität zu erproben. Unter dem allgemeinen Motto „Mix and Move! – klimafreundlich mobil“ wird ein spezifisches Jahresthema festgelegt, das als Anregung dient, aber nicht bindend ist. Für 2025 lautete das Motto „Mobilität für alle“ und zielte darauf ab, nachhaltige Mobilität inklusiv, kreativ und praxisnah zu gestalten.

Im Rahmen dieser Mobilitätswoche wurden herausragende Initiativen gewürdigt, und die Siegergemeinden wurden bekannt gegeben. Krems an der Donau konnte in der Kategorie „Gemeinden über 10.000 Einwohner:innen“ den Preis gewinnen. Das Programm umfasste spannende Aktivitäten in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden Mautern, Furth und Rohrendorf. Besonders hervorzuheben sind die Präsentation einer neuen Radkarte, kreative Street-Art-Projekte sowie die GEHspräche und Kinderaktionen wie die Kidical Mass, an denen über 500 Teilnehmer:innen teilnahmen. Ronny Weßling, Fuß- und Radverkehrsbeauftragter, betonte die Dynamik der Zusammenarbeit.

Erfolgreiche Initiativen in Klein- und Bildungsstätten

In der Kategorie „Gemeinden unter 10.000 Einwohner:innen“ gewann Landeck mit einem umfassenden Programm, das für alle Generationen konzipiert wurde. Zu den Aktivitäten gehörte ein autofreier Tag mit einem Kinderfahrradparcours und Schulwegmaßnahmen, wobei Bürgermeister Herbert Mayer die Sicherheit für Kinder in den Vordergrund stellte. Johannes Schönherr, Obmann des Klima-, Umwelt- und Agrarausschusses, äußerte sich positiv über die Verbesserungen in der Mobilität und Lebensqualität, die durch solche Initiativen erreicht werden können.

Zusätzlich erhielten die KEM „Fit für 2050“ die Auszeichnung für die innovativste Aktion. Mit einer Videokampagne, die Alltagsradler:innen aus Ober-Grafendorf und Weinburg in den Fokus stellte, wurden „Radlhödn und Radlhödinnen“ als lokale Held:innen gefeiert. KEM-Managerin Sonja Kadanka hob die Freude an nachhaltiger Mobilität hervor, die durch solche kreativen Aktionen gefördert wird.

Ehrenvolle Auszeichnung im Bildungssektor

Die Sportmittelschule Altenmarkt konnte den Preis in der Kategorie „Bildungseinrichtungen“ für ihr Motto „GEHmeinsam mobil“ gewinnen. Die Schule bot Projekttage, ein Fahrradkino und bewusste Aktionen zur Sensibilisierung für nachhaltige Mobilität an. Mit der Beteiligung von 645 Personen an der Mobilitätswoche zeigt sich das große Interesse und Engagement der Schüler:innen und der gesamten Schulgemeinschaft.

Die Mobilitätswoche ist nicht nur eine Plattform für kreative Ideen, sondern bietet auch Kommunen in Deutschland die Möglichkeit, sich unabhängig von ihrer Größe zu beteiligen. Unternehmen und Organisationen können sich ebenfalls registrieren, um innovative Verkehrslösungen und kreative Ideen für nachhaltige Mobilität zu testen. Die Nationale Koordinierungsstelle der Europäischen Mobilitätswoche, die vom Umweltbundesamt geleitet wird, stellt wertvolle Hilfestellungen, Materialien und Online-Seminare bereit, um die Umsetzung solcher Projekte zu unterstützen.

Die Bedeutung solcher Initiativen wird in einer Zeit, in der die Herausforderungen durch den Klimawandel und die Notwendigkeit nachhaltiger Lösungen immer drängender werden, immer deutlicher. Durch kreative Ansätze und die Zusammenarbeit von Gemeinden, Schulen und Bürger:innen kann ein nachhaltiger Wandel in der Mobilität gefördert werden. Der Austausch und die Vernetzung, die in diesen Wochen stattfinden, sind entscheidend für die Zukunft unserer Städte und Gemeinden.

Für mehr Informationen über die Europäische Mobilitätswoche und die damit verbundenen Programme besuchen Sie bitte die offizielle Seite des Kommunal.at oder die Seite des Umweltbundesamtes.