Was passiert gerade in Krems? Die Stadt und die Bezirksbauernkammer haben gemeinsam eine spannende Informationskampagne ins Leben gerufen, die unter dem Titel „8 x Achtsamkeit in unserer Kulturlandschaft“ firmiert. Ziel dieser Initiative ist es, ein respektvolles Miteinander zwischen der Bevölkerung, Besuchern und der Landwirtschaft zu fördern. „Wir wollen ein Bewusstsein für die Bedeutung unserer Natur- und Kulturlandschaft schaffen“, erklärt Bürgermeister Peter Molnar, der die Kampagne als einen großen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet.

Im Rahmen dieser Kampagne werden 55 wetterfeste Infotafeln aufgestellt, die entlang stark frequentierter Rad- und Wanderwege sowie an markanten Punkten im Naherholungsgebiet platziert werden. Diese Tafeln sind nicht mit Verbotsschildern, sondern mit acht freundlich formulierten Botschaften versehen, die die Besucher ansprechen und zu einem respektvollen Umgang mit der Kulturlandschaft ermutigen sollen. Der Fokus liegt auf positiver Ansprache und wertschätzender Kommunikation.

Die Bedeutung der Landwirtschaft

Landwirtschaftsstadtrat Martin Sedelmaier, Initiator der Kampagne, hebt die Kulturlandschaft nicht nur als einen Ort der Erholung hervor, sondern auch als Wirtschafts- und Lebensraum für viele Menschen. Die Landwirtschaft hat historisch zur Schaffung und Erhaltung von Lebensräumen für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten beigetragen. „Wir müssen verstehen, dass die Pflege dieser Landschaften auch den Schutz der Biodiversität mit sich bringt“, so Sedelmaier weiter.

In der Vergangenheit führte die Intensivierung der Landwirtschaft jedoch oft zu einer Verarmung dieser Lebensräume. Streuobstwiesen, Hecken und Wiesen sind heute rar geworden, was nicht nur den Tieren, sondern auch den Menschen die Möglichkeit nimmt, die Natur zu erleben und zu genießen. Umso wichtiger ist es, Projekte wie dieses zu unterstützen und den Kontakt zur Natur zu fördern. Ein respektvoller Umgang schützt nicht nur die Kulturlandschaft, sondern auch die Lebensqualität aller Beteiligten.

Positive Botschaften für alle

Ein zentrales Element der Kampagne sind die acht Dankesbotschaften, die auf den Tafeln zu finden sind. Diese Botschaften sind in einer freundlichen und einladenden Sprache formuliert und beinhalten folgende Punkte:

  • Danke, dass du die Trauben hängen lässt.
  • Danke, dass du die Früchte unserer Arbeit hängen lässt.
  • Danke, dass dein Hund an der Leine bleibt.
  • Danke, dass du deinen Müll dort entsorgst, wo er hingehört.
  • Danke, dass du auf den Wegen bleibst.
  • Danke, dass du den Arbeitsplatz unserer Bäuerinnen und Bauern achtest.
  • Danke, dass du kaufst, was hier wächst.
  • Danke, dass du mit uns gemeinsam schützt.

Stadträtin Bernadette Laister betont, dass der freundliche Ton dieser Kampagne eine kommunikativen Herangehensweise fördert. „Wir setzen auf das Miteinander und weniger auf das Nebeneinander“, sagt sie. Auch die Unterstützung durch die Bezirksbauernkammer, vertreten durch Obmann Franz Stöger, zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Landwirtschaft ist.

Die Kampagne wird ab Juni 2025 offiziell gestartet und nicht nur lokal, sondern auch über Social Media und digitale Kanäle beworben. Diese Form des Engagements ist nicht nur wichtig für Krems, sondern könnte auch für andere Regionen in Österreich inspirierend sein. Ähnliche Initiativen, wie die tragenden Netzwerke aus der Region Augsburg, zeigen, dass die Kombination aus Bewusstseinsbildung und nachhaltigen Projekten erfolgreich umgesetzt werden kann, um eine Wertschätzung für die Natur zu fördern.

Abschließend bleibt zu sagen, dass der Schutz unserer Kulturlandschaft nicht nur für die Artenvielfalt, sondern auch für die Lebensqualität der Bevölkerung entscheidend ist. Jedes kleine bisschen Achtsamkeit zählt!