Am 5. Oktober 2025 war ein ganz besonderer Tag für die Freiwillige Feuerwehr Korneuburg. Anlässlich ihres 160-jährigen Bestehens wurde feierlich ein neues Feuerwehrhaus eröffnet. Die Veranstaltung zog zahlreiche Gäste an, darunter auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die in ihrer Rede die immense Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für das Bundesland Niederösterreich unterstrich. “Der Antrieb unserer Feuerwehrleute ist das Helfen und Unterstützen“, lobte sie die engagierten Mitglieder, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Bevölkerung bereitstehen. Wichtig ist es laut Mikl-Leitner auch, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, was moderne Technik und geeignete Ausrüstung angeht, um den Herausforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden.
Bürgermeister Christian Gepp fand ebenfalls lobende Worte und bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. „Dank an den Gemeinderat, Architekten, Bauunternehmen und selbstverständlich den Feuerwehrmitgliedern, die alle tatkräftig unterstützt haben“, äußerte er sich zuversichtlich über die Zukunft der Feuerwehr. Martin Boyer, der stellvertretende Landesfeuerwehrkommandant, berichtete von einer beeindruckenden Zahl: Über 105.000 Mitglieder sind in den Freiwilligen Feuerwehren Niederösterreichs aktiv.
Ein prächtiges neues Zuhause
Das neue Feuerwehrhaus in Korneuburg ist das Ergebnis einer Investition von 7,5 Millionen Euro und wurde mit dem Ziel der nachhaltigen Umsetzung realisiert. Geplant war bereits die Inbetriebnahme der Zentrale im Juni 2025, was jedoch durch die Qualitätssicherung des neuen Hauses nicht beeinträchtigt wurde. Neben einem modernen Feuerwehrhaus werden auch Erweiterungen wie eine Fahrzeughalle und eine KAT-Halle (Materialdepot) hinzugefügt. Besonders hervorzuheben sind das geplante Gründach am Verwaltungsgebäude sowie die Niedertemperaturheizung mit Wärmepumpe, die eine umweltfreundliche Lösung darstellt.
Ein weiteres Highlight ist die Photovoltaik-Anlage, die erneuerbare Energien produziert und einen Stromspeicher beinhaltet. So wird der Betrieb auch in einem möglichen Blackout-Szenario gesichert. Architekt Andreas Höfer gab an, dass das neue Feuerwehrhaus eine Lebensdauer von 80 Jahren haben soll, was die Langlebigkeit und Nachhaltigkeit des Projekts unterstreicht. Im Namen der Feuerwehr Korneuburg berichtete Martin Jany über die spezifischen Verbesserungen, die mit dem Neubau einhergehen, wie etwa die neu installierte Schlauch-Wasch-Trockenanlage.
Ein Fest für die Gemeinschaft
Die feierliche Eröffnung wurde feierlich durch eine ökumenische Segnung des neuen Feuerwehrhauses durch Pfarrer Stefan Koller und Pfarrerin Anneliese Petterson abgerundet. Für 25-jährige Treue wurden einige Mitglieder der Feuerwehr ausgezeichnet, darunter Jacobs Lewandofsky, Birgit Kittel und Harald Riedl. Ein besonderer Moment war auch die Verleihung der Florianiplakette des NÖ Landesfeuerwehrverbandes an Bürgermeister Gepp, die dessen unermüdlichen Einsatz für die Gemeinde und die Feuerwehr würdigt.
Alte und neue Feuerwehrgeschichte wurden während der Feierlichkeiten lebendig. Erich Futschek, Ehrengast der Gleichenfeier und 90 Jahre alt, kam nicht umhin, zurückzublicken auf seine 24 Jahre als Kommandant – dies ist bereits das dritte Feuerwehrhaus, das er in seiner langen Zeit bei der Feuerwehr erleben durfte. Die Feierlichkeiten fanden ihren krönenden Abschluss mit dem Hinweis auf einen „Tag der offenen Tür“, der am 6. Oktober 2025 stattfinden wird. Der Tag lädt die Bevölkerung ein, das neue Feuerwehrhaus zu erkunden und sich über die Leistungen der Feuerwehr zu informieren.
Insgesamt hat die Feier nicht nur die Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses gefeiert, sondern auch ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Korneuburg gewürdigt. Es zeigt einmal mehr, dass die Feuerwehr ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft ist.