Heute ist der 5. Februar 2026 und während die Welt sich auf die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo vorbereitet, gibt es auch in der Medizin spannende Entwicklungen zu berichten. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar hat die Klinik Donaustadt in Wien eine neue Nierenkrebs-Impfung getestet, die Hoffnung für Patienten mit Nierenzellkarzinom bietet. Dieses seltene bösartige Tumorleiden betrifft rund 3% aller Krebskranken und wird oft zufällig und spät entdeckt. Die frühzeitige Erkennung und roboterassistierte chirurgische Eingriffe können hier entscheidend sein, doch das Risiko eines Rezidivs ist besonders hoch, wenn der Tumor bereits gestreut hat.
Die neue Impfung zielt darauf ab, Patienten nach Operation, Chemotherapie oder Strahlentherapie zu unterstützen. Endes des Jahres wird die Wiener Klinik Donaustadt an einer internationalen Studie mit 400 Teilnehmern teilnehmen. Erste Zwischenergebnisse der Immuntherapie aus körpereigenem Tumormaterial werden nach einem Jahr erwartet. Martin Marszalek, der Leiter der Abteilung für Urologie und Andrologie, wird im Rahmen der Live-Sprechstunde „Am Puls“ am 5. Februar 2026, um 16:05 Uhr, weitere Informationen bereitstellen. Die Veranstaltung wird unter moderativer Leitung von Ronny Tekal mit Gästen wie Wolfgang Schobersberger (IOC) und Erich Altenburger (ÖSV-Teamarzt) stattfinden. Anrufe sind unter 0800 22 69 79 möglich, ebenso wie Fragen per E-Mail an ampuls@orf.at.
Olympische Winterspiele: Ein Blick auf die Wettkämpfe
Währenddessen beginnen die Olympischen Winterspiele am 6. Februar mit einer beeindruckenden Teilnahme von 2.900 Athleten aus 92 Ländern. Die Wettkämpfe starten bereits vor der offiziellen Eröffnungsfeier und bieten den Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm. Bereits am 5. Februar stehen spannende Vorrunden im Curling und Eishockey auf dem Plan, unter anderem das Duell Schweden gegen Deutschland im Eishockey der Frauen.
Die ersten Wettkampftage versprechen ein hochkarätiges Sportereignis. So stehen am 7. Februar unter anderem die Ski Alpin Abfahrt der Männer und das Langlauf-Event über 10 km + 10 km Skiathlon der Frauen auf dem Programm. Die gesamten Spiele werden bis zum 22. Februar andauern, mit einer Vielzahl an Medaillenentscheidungen und aufregenden Wettkämpfen für Sportbegeisterte.
Forschung und Therapie: Ein Schritt in die Zukunft
Die Entwicklungen in der Immuntherapie sind besonders vielversprechend. Therapeutische Impfungen, wie die in der Klinik Donaustadt getestete, sind für Patienten gedacht, die bereits an Krebs erkrankt sind. Diese Therapien nutzen Mechanismen, die ähnlich den mRNA-Impfungen gegen Corona funktionieren. Dabei wird der Bauplan für ein Tumorprotein in die Muskelzellen injiziert, die dann Tumor-Bausteine herstellen. Das Immunsystem erkennt diese Bausteine als fremd und produziert Antikörper und T-Zellen zur Bekämpfung des Tumors.
Aktuell sind mRNA-Impfstoffe gegen Krebs noch nicht zugelassen, doch die Forschung schreitet zügig voran. Unternehmen wie Biontech und Curvac in Tübingen sind führend in diesem Bereich. Eine besondere Herausforderung bleibt die Herstellung und der Einsatz von CAR-T-Zelltherapien, die bereits in bestimmten Bereichen zugelassen sind, jedoch sehr kostenintensiv und aufwändig in der Durchführung sind.
Insgesamt zeigt sich, dass sowohl in der Sportwelt als auch in der medizinischen Forschung aufregende Zeiten bevorstehen. Die Olympischen Winterspiele bieten nicht nur einen Rahmen für sportliche Höchstleistungen, sondern auch eine Plattform zur Diskussion über Gesundheit und Wohlbefinden – Themen, die in der heutigen Zeit von großer Bedeutung sind. Weitere Informationen zu den Olympischen Wettkämpfen finden Sie in diesem Artikel und zu den medizinischen Entwicklungen in der Berichterstattung von ORF .