In Korneuburg hat Eva Kunczicky vor kurzem einjähriges Jubiläum ihrer Selbstständigkeit als Changemanagerin gefeiert. Bei einem Besuch der Bezirksstelle der WKO-Korneuburg-Stockerau tauschte sie sich mit Anna-Margareta Schrittwieser, einer Kollegin von der Wirtschaftskammer Niederösterreich, über die Herausforderungen und Erkenntnisse des letzten Jahres aus. Dabei stellte Kunczicky eindrucksvoll dar, wie Unternehmen oft wie Boote sind, in denen nicht immer alle die gleiche Richtung ansteuern. Diese Metapher beschreibt die Situation vieler Firmen, in denen die Mitarbeitenden beschäftigt sind, aber nicht unbedingt auf die strategischen Ziele ausgerichtet sind, wie auf ihrer Webseite zu lesen ist.

Kunczicky bringt über 20 Jahre Erfahrung aus internationalen Industrieunternehmen mit, wo sie vom Mitarbeitenden bis zur Geschäftsführung verschiedene Rollen erfüllte. Ihr Ziel ist klar: Sie möchte Unternehmen helfen, ihre Ziele gemeinsam zu klären und die Zusammenarbeit innerhalb der Teams zu stärken. Oft scheitern Projekte im hektischen Tagesgeschäft oder verlaufen unkoordiniert. Kunczicky betont die Notwendigkeit einer emotionalen Vision, klarer Prioritäten sowie von Mechanismen, die eine Strategie in messbares Handeln übersetzen.

Wandel als Regelerscheinung

Wandel ist in der heutigen Geschäftswelt zur Norm geworden. In diesem Kontext gewann das Thema Change Management immer mehr an Bedeutung, wie das Wirtschaftslexikon erklärt. Hierbei passen Unternehmen ihre Strategien und Strukturen ständig an veränderte Rahmenbedingungen an. Kunczicky verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um in Zeiten des Wandels Klarheit zu schaffen und Menschen zu verbinden. Ein starkes Führungsteam ist dabei unerlässlich, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen und verlorene Energien wieder freizusetzen.

In ihrer Schulzeit an der Tiefbau-HTL in Mödling konstruierte sie eine Holzbrücke, ein Projekt, das sie heute als Symbol für ihre Arbeit sieht. Auch in der Unternehmenswelt ist es ihr Anliegen, Brücken zwischen Menschen zu bauen. „Wichtige Entscheidungen werden oft aufgeschoben, da die operative Verantwortung die Führungskräfte belastet. Hier brauchen wir kreative Freiräume und sparring Partner, die zuhören und zurückspiegeln“, erläutert Kunczicky auf ihrer Webseite.

Klarheit und Zusammenarbeit

In der Praxis zeigt sich, dass die Umsetzung von strategischen Zielen häufig an der Realität des Alltags scheitert. Kunczicky merkt an, dass Teams zwar höflich, aber oft kraftlos erscheinen. Es fehlen sichere Räume für echte Auseinandersetzungen und klare Zielbilder, die Sinn stiften könnten. „Vor allem in Zeiten des Wandels ist es entscheidend, dass die Mitarbeitenden wissen, in welche Richtung es gehen soll“, fügt sie hinzu.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit zeigen, dass mit der richtigen Unterstützung nicht nur die Motivation steigt, sondern auch die Klarheit über die gemeinsamen Ziele. Eva Kunczicky hat sich als versierte Changemanagerin etabliert, die ihr Handwerk versteht und Brücken zwischen strategischen Zielen und der Mitarbeiterrealität schlägt. Der Austausch mit anderen Experten und der Besuch bei der Wirtschaftskammer zeigen, dass ihre Expertise hoch im Kurs steht.