Heute ist der 20.04.2026 und wir werfen einen Blick auf eine innovative Diagnosemethode, die in Horn, Niederösterreich, großen Anklang findet. Atemnot, Müdigkeit, geschwollene Beine und Herzrhythmusstörungen – diese unspezifischen Symptome können auf zahlreiche Erkrankungen hindeuten. Eine eher seltene, aber ernst zu nehmende Ursache ist die Herzamyloidose, die durch abnorme Eiweißablagerungen im Herzmuskel hervorgerufen wird. Diese Ablagerungen können das Herzgewebe verdichten und versteifen, was das elektrische Leitungssystem des Herzens beeinträchtigt. Oft bleibt diese Erkrankung lange unbemerkt, weshalb eine zeitnahe Diagnose von großer Bedeutung für den Therapieverlauf ist.
Früher war eine invasive Herzmuskelbiopsie der Standard zur Diagnose der Herzamyloidose. Heutzutage hat sich jedoch eine schonendere Methode etabliert: die Szintigraphie. Bei diesem Verfahren wird eine geringe Menge einer leicht radioaktiven Substanz in die Vene injiziert, die sich gezielt in den Amyloidablagerungen im Herzen anreichert. Die Strahlenbelastung ist dabei gering, und das Verfahren gilt als international anerkannt und etabliert.
Einblicke in die Szintigraphie
Nach der Injektion der radioaktiven Substanz erfolgt eine Wartezeit von etwa drei Stunden, damit sich die Substanz im Körper verteilen kann. Die Aufnahmen werden in der Regel als SPECT/CT durchgeführt, was eine präzise Beurteilung der genauen Lokalisation und Ausdehnung der Ablagerungen im Herzmuskel ermöglicht. Diese Untersuchung dauert in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten und ist nicht-invasiv sowie schmerzfrei für die Patienten.
Die Szintigraphie wird nicht nur zur Diagnose von Herzamyloidose verwendet, sondern auch zur Untersuchung anderer Organe wie der Schilddrüse, der Knochen, des Gehirns, der Leber, der Nieren und der Lunge. Sie ermöglicht das Auffinden von Entzündungsherden, Tumoren und anderen krankhaften Veränderungen im Gewebe.
Ein Meilenstein für die Patientenversorgung
Der Gesundheitslandesrat Anton Kasser hebt den Nutzen dieser Methode für die Versorgung herzkranker Patienten im Waldviertel und in Niederösterreich hervor. Das Landesklinikum Horn stärkt damit seine Position als medizinisches Zentrum in der Region und bietet Menschen mit Verdacht auf Herzamyloidose die Möglichkeit, sich vor Ort diagnostisch abklären zu lassen.
Insgesamt zeigt sich, dass die Szintigraphie einen bedeutenden Fortschritt in der Diagnostik und Behandlung von Herzkrankheiten darstellt und Patienten eine frühzeitige Erkennung von Veränderungen am Herzen ermöglicht. Durch diese Methode können gezielte Behandlungsmöglichkeiten eingeleitet werden, was für viele Betroffene einen Lichtblick in ihrer gesundheitlichen Situation darstellt.