In Horn-Bad Meinberg gibt es spannende Neuigkeiten für Naturliebhaber und Interessierte an ökologischen Themen. Im Rahmen des Projekts „Grüne Infrastruktur“ des Kreises Lippe werden im Moorstich „Stinkebrink“ kostenlose Naturführungen angeboten. Diese Führungen laden dazu ein, die historische und aktuelle Nutzung des Moores zu entdecken, und bieten einen Einblick in die naturschutzfachliche Pflege des Geländes sowie in seine ökologischen Besonderheiten. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, das Gelände des Moorstichs zu erkunden und spannende Informationen über die Entwicklung des Gebiets zu erfahren. Weitere Details zu den Veranstaltungen sind auf der offiziellen Webseite des Kreises Lippe zu finden. (Quelle)

Die Führungen stehen in mehreren Terminen zur Verfügung: Am Samstag, den 21. Februar 2026, sowie am 21. Mai, 28. Juni, 9. Juli und 17. September 2026 können Interessierte teilnehmen. Die Dauer der Führungen beträgt ca. 1,5 Stunden, und eine vorherige Anmeldung ist zwar erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich. Die Teilnehmer können sich per E-Mail oder telefonisch anmelden. Die Führungen werden von erfahrenen Referenten geleitet, die tiefgehende Einblicke in die historische Nutzung des Moors, wie etwa den Abbau von Torf bis 2014, geben können. In der Vergangenheit wurde Moor in Horn-Bad Meinberg auch für Kurbetriebe genutzt, darunter Moorbäder in der Kurklinik. Seit 2014 gibt es jedoch keine betriebliche Nutzung mehr.

Einblicke in die Moornutzung

Die Naturführungen bieten nicht nur die Möglichkeit, die Geschichte der Moornutzung zu erfahren, sondern auch einen Blick auf die aktuellen Bemühungen des Kreises Lippe, wertvolle Biotope zu erhalten. Die Teilnehmer können sich darauf freuen, von der Referentin Yasmin Günterberg durch das Gelände geführt zu werden. Diese Führungen sind nicht nur lehrreich, sondern auch ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein für den Schutz von Mooren zu schärfen.

Moore stehen weltweit unter Druck. Intensive Nutzung, Torfabbau und Zerstörung haben dazu geführt, dass in Deutschland nur noch etwa 5% der ursprünglichen Moore als naturnah gelten. Zerstörte Moore tragen zur Klimakrise bei, da sie CO₂ emittieren, anstatt es zu speichern. Tatsächlich sind Moore die effektivsten Kohlenstoffspeicher in Landökosystemen und speichern mehr CO₂ als Wälder. Der NABU fordert daher den Stopp der Zerstörung von Moorgebieten und die Renaturierung bereits geschädigter Moore.

Engagement für den Moorschutz

Durch die Teilnahme an solchen Führungen kann jeder einen Beitrag zum Moorschutz leisten. Ob durch das Bewusstsein für die ökologischen Funktionen von Mooren oder durch die Wahl von torfhaltigen Alternativen beim Blumenerde-Einkauf – jeder Schritt zählt. Am 9. November soll zudem das EU-Renaturierungsgesetz im Trilogverfahren beschlossen werden, was einen weiteren positiven Schritt für den Moorschutz darstellt. Umso wichtiger sind lokale Initiativen wie die Führungen im Moorstich „Stinkebrink“, die das Wissen um diese einzigartigen Ökosysteme fördern und zur Erhaltung beitragen.

Für alle, die mehr über die Moornutzung im Wandel erfahren möchten, sind die Führungen im Moorstich „Stinkebrink“ eine wunderbare Gelegenheit. Seien Sie dabei und entdecken Sie die faszinierende Welt der Moore!