In der Stadt Horn wird derzeit kräftig an der Infrastruktur gearbeitet. Die umfangreichen Bauarbeiten, die von Wesernetz und Hansewasser koordiniert werden, führen zu erheblichen Verkehrseinschränkungen in Lehe. Die Ortsamtsleiterin Inga Köstner hat bereits auf die spürbaren Auswirkungen hingewiesen, insbesondere auf die langen Rückstaus auf dem Autobahnzubringer in Richtung Horn. Umleitungen werden rechtzeitig ausgeschildert, um die Verkehrsbelastung zu minimieren.

Die Kanalsanierung in der Straße Im Deichkamp, die seit Mitte Januar läuft, musste aufgrund der Witterung vorübergehend ausgesetzt werden. Diese Maßnahme wird voraussichtlich frühestens Ende Juni abgeschlossen sein und bringt abschnittsweise Vollsperrungen für den Auto- und Radverkehr mit sich. Wesernetz plant zudem Arbeiten am Stromnetz und an den Trinkwasserleitungen, um den steigenden Strombedarf zu decken. Die ersten Vollsperrungen am Helmer beginnen Anfang März und sollen bis Mitte April dauern.

Langfristige Bauprojekte

Ab April wird die Baumaßnahme an der Achterstraße fortgesetzt, wo Stromkabel erneuert und Leerrohre verlegt werden. Diese Arbeiten sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Nach der Kanalsanierung im Deichkamp ist eine weitere Baumaßnahme am Vorkampsweg für die neue Trinkwasser- und Strominfrastruktur geplant, die im Juli beginnen wird. Auch die Heinrich-Gefken-Straße wird nicht verschont bleiben; dort sollen ab Oktober 2026 Stromkabel bis zum Gymnasium Horn erneuert werden, was voraussichtlich bis April 2027 dauern wird.

Die Bauarbeiten sind wetterabhängig, und es kann durch Fachkräftemangel oder höher priorisierte Baustellen zu Verzögerungen kommen. Darüber hinaus hat das Amt für Straßen und Verkehr auf die Forderung des Beiratsausschusses für Verkehr reagiert und eine verlängerte Grünphase für Rechtsabbieger an der Kopernikuskreuzung in Auftrag gegeben. Die Umsetzung dieser Maßnahme wird zwischen April und Juni erwartet.

Erneuerung der Trinkwasserleitungen in Loxstedt

Während Horn mit seinen umfangreichen Bauarbeiten beschäftigt ist, plant Wesernetz auch in Loxstedt die Erneuerung von Trinkwassertransportleitungen. Diese Arbeiten beginnen am 20. Oktober 2025 und werden voraussichtlich bis zum 21. November 2025 andauern. Die Baumaßnahme erfolgt entlang der Bundesstraße 71 und umfasst mehrere Phasen, die jeweils mit Vollsperrungen und einseitigen Sperrungen der B71 verbunden sind. Die Trinkwasserversorgung der Anwohner bleibt jedoch während der gesamten Bauphase gewährleistet.

Die erste Bauphase sieht eine Vollsperrung des Rademoorwegs an der Einmündung zur B71 vor, gefolgt von einer Vollsperrung der B71 zwischen Lindenallee und Rademoorweg. In der letzten Phase wird der Verkehrsfluss durch eine Lichtsignalanlage geregelt. Wesernetz bittet bereits jetzt um Verständnis für die entstehenden Unannehmlichkeiten während der Bauarbeiten, die entscheidend für die Verbesserung der Infrastruktur sind. Weitere Details zu den Arbeiten in Loxstedt sind in der entsprechenden Mitteilung nachzulesen hier.

Bauprojekte in Deutschland

Ein Blick auf die gesamte Bundesrepublik zeigt, dass Baustellen in vielen Städten ein häufiges Bild sind. Laut einer Erhebung von über 50 deutschen Städten hat Bremen die meisten aktiven Baustellen mit insgesamt 242. Diese Zahl verdeutlicht die hohe Baustellendichte und die damit verbundenen Herausforderungen für den Verkehr. Dabei variieren die durchschnittlichen Baustellendauern erheblich zwischen den Städten. In Hamburg beispielsweise beträgt die durchschnittliche Dauer einer Baustelle 597 Tage, während Bremen mit 200 Tagen im Vergleich dazu besser abschneidet.

Die Erhebung zeigt auch, dass Kiel als Deutschlands Baustellen-Hauptstadt gilt, mit 1,129 Baustellen pro Quadratkilometer. Dies lässt sich auf die hohe Anzahl an Baustellen pro 10.000 Fahrzeugen zurückführen, die in Kiel bei 10,138 liegt. Diese Statistiken verdeutlichen nicht nur die Notwendigkeit von Infrastrukturarbeiten, sondern auch die Herausforderungen, die diese für den täglichen Verkehr mit sich bringen. Weitere Informationen zu den Bauprojekten in Deutschland sind in der Studie nachzulesen hier.

Die aktuellen Bauarbeiten in Horn und den umliegenden Gemeinden sind also nicht nur lokal von Bedeutung, sondern reflektieren auch ein übergeordnetes Problem, das viele Städte in Deutschland betrifft.