Auf dem Campus Kartause entsteht ein spannendes neues gemeinschaftliches Wohnprojekt, das sich an der Vision der ökumenischen Community of Iona orientiert. Initiatorin Pfarrerin Charlotte Horn, die auch die Evangelische TelefonSeelsorge Köln leitet, moderiert die ersten Begegnungen der Interessierten. Die ersten Mietverträge für die Wohngemeinschaft können bald geschlossen werden, und das Projekt wird voraussichtlich Anfang 2027 bezugsfertig sein. Ein Ziel der Gemeinschaft ist es, Raum für Beheimatung und individuelle sowie gemeinschaftliche Entfaltung zu schaffen. Vor allem in Zeiten der Vereinzelung soll gemeinschaftliches Wohnen eine verändernde Kraft entfalten. Die ersten vorbereitenden Treffen und Unternehmungen zur Gemeinschaftsbildung sind bereits im Gange.
Der Aufbau der Gemeinschaft wird als ein „Labor“ für gemeinsames Ausprobieren und Reflektieren verstanden. Charlotte Horn bringt ihre persönlichen Erfahrungen aus dem Aufbau einer eigenen Gemeinschaft ein, um Entscheidungsfindungs- und Gemeinschaftsbildungsprozesse zu unterstützen. Die künftige geistliche Kommunität verfolgt das Ziel, Gerechtigkeit, Frieden und Achtung vor der Schöpfung zu fördern. Inspiriert von einem Jesus-Wort (Markus 4) wird ein geistlicher Prozess zur Formulierung der Projektessenz angestoßen. Interessierte sind herzlich eingeladen, an den Treffen teilzunehmen und sich aktiv in den Aufbauprozess einzubringen.
Wohnen in Gemeinschaft
Das Wohnprojekt umfasst insgesamt neun Appartements mit Wohnflächen zwischen 59 und 83 Quadratmetern, inklusive anteiliger Gemeinschaftsräume wie Küche und Essbereich. Voraussichtlich wird der Mietpreis bei etwa 18 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Nebenkosten liegen. Die Werte der Wohngemeinschaft beinhalten Achtsamkeit, Authentizität und eine wertschätzende Kommunikation. Dabei wird von den Mitgliedern ein gewisser Mut gefordert, sich auf das Abenteuer der Gemeinschaft einzulassen und idealerweise für mindestens drei Jahre zu verpflichten. Wöchentliche Treffen nach dem Einzug sollen den Austausch und die Gemeinschaft weiter stärken.
Die ökumenische Community of Iona, auf die sich das Projekt bezieht, ist eine überkonfessionelle Gemeinschaft mit einem zentralen Standort in einer Benediktinischen Abtei auf der schottischen Insel Iona. Dort leben die Mitglieder zwischen sieben Wochen und drei Jahren in einfachen Verhältnissen und engagieren sich für ein christliches Zeugnis in Mitverantwortung für Umwelt und Gesellschaft. Mit derzeit 260 Mitgliedern und 1600 assoziierten Mitgliedern weltweit setzt diese Gemeinschaft ein starkes Zeichen für Gerechtigkeit und Frieden und fördert neue Gottesdienstformen und Lieder. Besonders wichtig ist die Offenheit für LSBTIQ-Personen.
Einbindung in die Gesellschaft
Das Konzept der Gemeinschaft auf dem Campus Kartause verfolgt nicht nur ein individuelles, sondern auch ein gesellschaftliches Ziel. Ähnlich wie das Wohnprojekt Herkenrath zielt es darauf ab, eine aktive christliche Praxis zu gestalten und einen Beitrag zu gesellschaftlichen sowie sozial-ökologischen Themen zu leisten. Hierbei steht eine nachhaltige, ökologische Lebensweise im Fokus, die darauf abzielt, Lebensweisen zu vermeiden, die auf Kosten anderer oder der Umwelt gehen. Die Gemeinschaft soll tolerant, weltoffen und generationsübergreifend sein und sich in lokale soziale Strukturen integrieren.
Die Mitglieder der Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause haben die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten bewusst zu erkennen und sich gegenseitig zu unterstützen. Die Gemeinschaft fungiert als Forum für Begegnungen und Diskussionen und fördert eine lebendige Gastfreundschaft. Somit wird nicht nur ein Raum für gemeinsames Wohnen, sondern auch für gemeinsame spirituelle und gesellschaftliche Entwicklung geschaffen.
Wer Interesse hat, Teil dieses aufregenden Projektes zu werden, kann sich direkt an die Melanchthon-Akademie wenden unter rinecker@melanchthon-akademie.de.
Für weitere Informationen über das Projekt und seine Entwicklung besuchen Sie die offizielle Website sowie die Seite des Campus Kartause.