Das deutsche Biathlon-Team hat bei den Olympischen Spielen in Antholz enttäuschende Ergebnisse erzielt. Besonders im Fokus steht der Athlet Philipp Horn, der im Massenstart den vierten Platz erreichte. Dabei hatte Horn im letzten Schießen einen Vorsprung von rund sechs Sekunden auf den Franzosen Quentin Fillon Maillet, konnte jedoch nicht mithalten und verpasste somit die Medaille. Sowohl die Herren- als auch die Damenstaffel der deutschen Biathleten landeten ebenfalls auf dem vierten Rang. Trotz der sportlichen Enttäuschung wurde Horn von seinen Teamkolleginnen der Damenmannschaft herzlich empfangen. Diese überraschten ihn mit einer goldenen Krone und einem selbst gebastelten Geschenk: einer Medaille, auf der die Zahl „vier“ sowie „Mailand Cortina 2026“ und „Sieger der Herzen“ auf der Rückseite eingraviert waren. Obwohl dieses persönliche Geschenk für Horn eine besondere Anerkennung darstellt, bleibt die deutsche Medaillenausbeute bei diesen Olympischen Spielen historisch schwach (Merkur).
Die Enttäuschung über den vierten Platz wird von Horn zusätzlich verstärkt, da dies seine letzte Chance auf eine Olympiamedaille war. Er hatte nur einen Schießfehler und äußerte seine Enttäuschung über den verpassten Podiumsplatz. DSV-Sportdirektor Felix Bitterling informierte Horn über den Rückstand von Fillon Maillet, was Horn unter zusätzlichen Druck setzte. Er lag nach der vierten Runde sogar auf Rang zwei, musste aber letztendlich 9,9 Sekunden zur Bronzemedaille einbüßen, die Fillon Maillet trotz vier Schießfehlern errang. Auch seine Teamkollegen Philipp Nawrath und David Zobel konnten nicht überzeugen und landeten weit hinter dem Sieger (Eurosport).
Schwache Bilanz für das deutsche Team
Die deutschen Männer haben nun zum zweiten Mal in Folge bei den Winterspielen keine Medaille in einer Einzel-Disziplin gewonnen. Eurosport-Experte Michael Rösch lobte zwar Horns Leistung, wies jedoch auf die Herausforderungen in der letzten Runde hin. In der Mixed-Staffel konnte Deutschland immerhin eine Podestplatzierung erreichen, was jedoch nicht die allgemeine Enttäuschung über die schwachen Leistungen der deutschen Biathleten in Antholz mildert. Die Frauen der deutschen Mannschaft bestreiten ebenfalls am Samstag ihren Massenstart, wobei dies das letzte Olympia-Rennen für Franziska Preuß darstellt (Eurosport).
Blick auf die Olympischen Winterspiele 2026
Die kommenden Olympischen Winterspiele 2026 finden in Mailand und Cortina d’Ampezzo, Italien, statt. Die Biathlon-Wettkämpfe sind in der Antholz-Anterselva Biathlon Arena angesiedelt und erstrecken sich vom 8. bis 21. Februar 2026. Insgesamt werden 29 Nationen mit rund 210 Athleten an diesen Wettkämpfen teilnehmen, bei denen 11 Entscheidungen im Biathlon getroffen werden. Die deutschen Biathleten hoffen, aus den Erfahrungen in Antholz zu lernen und bei den nächsten Spielen erfolgreicher abzuschneiden (Wikipedia).