Heute ist der 10.02.2026, und die Olympischen Winterspiele sind in vollem Gange. Ein Blick auf die Leistungen der deutschen Biathleten zeigt große Unterschiede und einige herbe Enttäuschungen. Philipp Horn hatte ein besonders unglückliches Einzelrennen, bei dem er sich über seine insgesamt sechs Schießfehler massiv ärgerte. Mit einem Rückstand von 6:19,3 Minuten auf den Olympiasieger Johan-Olav Botn aus Norwegen, der eine fehlerfreie Leistung zeigte, belegte Horn den letzten Platz im deutschen Team. Trotz der Enttäuschung über seine Schießleistung sah er das Laufen als das einzige Positive seiner Performance an. Er plant, sich in den kommenden Wettkämpfen stärker auf das Schießen zu konzentrieren, da er überzeugt ist, dass die Laufleistung in Antholz von selbst kommen wird. Weitere Informationen zu Horns misslungenem Wettkampf können Sie in einem Artikel auf Sport1 nachlesen.

Während Horn kämpfte, erlebte Philipp Nawrath im 20-Kilometer-Biathlon-Einzel einen gemischten Wettkampf. Er landete auf dem fünften Platz mit einer Zeit von 53:03:00 Minuten und einer Strafminute, was ihm nur 42,2 Sekunden hinter der Bronzemedaille einbrachte. Nawrath hatte zuvor am 08.02.2026 Bronze im Mixed-Wettbewerb gewonnen, was seine Gesamtleistung im Turnier unterstreicht. DSV-Sportdirektor Felix Bitterling lobte Nawraths Leistung als „absolute Weltklasse“. Der Olympiasieg ging an Johan-Olav Botn, der seine erste Medaille bei einem Großereignis nach 21 Weltcuprennen feierte. Auch die anderen deutschen Starter konnten nicht überzeugen, da sie zu viele Fehler am Schießstand machten. David Zobel wurde 20. und Lucas Fratzscher landete auf Rang 22. Horn fiel mit insgesamt sechs Strafminuten auf Rang 40 zurück. Weitere Details zu Nawraths Wettkampf sind auf Sportschau verfügbar.

Schießstand als Schwachstelle

Die Herausforderungen am Schießstand scheinen ein durchgängiges Problem für die deutschen Athleten bei diesen Olympischen Spielen zu sein. Bei den Damen wurde im Einzelwettkampf in Östersund eine enttäuschende Bilanz von insgesamt 39 Schießfehlern verzeichnet. Janina Hettich-Walz war die beste Deutsche und belegte den 17. Platz. Julia Tannheimer, die als erste DSV-Starterin ins Rennen ging, schoss neun Strafminuten und fiel weit zurück. Franziska Preuß, amtierende Gesamtweltcupsiegerin, landete lediglich auf dem 29. Platz. Die hohe Fehlerquote stellt nicht nur die individuellen Athleten, sondern auch das gesamte deutsche Biathlon-Team vor große Herausforderungen. Informationen zu den Damenwettkämpfen sind auf Chiemgau24 nachzulesen.

Insgesamt ist die bisherige Bilanz der deutschen Biathleten in diesen Spielen durchwachsen. Während Nawrath mit seiner Bronzemedaille einen Lichtblick setzte, bleibt Horns Frustration über die Schießleistung ein Warnsignal für die kommenden Wettkämpfe. Die deutsche Mannschaft muss in den nächsten Ereignissen dringend an der Schießtechnik arbeiten, um die angestrebten Erfolge zu erzielen.