In einer Welt, in der Musik und Inklusion Hand in Hand gehen, bringt Roland Baumgartner sein erstes Musical „La Tre Vita – Die Drei Leben“ auf die Bühne. Mit über 4.000 Kompositionen im Gepäck hat der erfahrene Komponist und Theaterbetreiber aus Untermarkersdorf ein Werk geschaffen, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Städte übergreifend wird das Musical die Geschichten zweier Rollstuhlfahrer erzählen und dabei ein Zeichen für Respekt, Hoffnung und Inklusion setzen. Baumgartner selbst hat bedeutende Persönlichkeiten wie Mutter Teresa und Michail Gorbatschow getroffen und ist nun dabei, seine Erfahrungen in einer Biografie festzuhalten.
Sein Ziel ist es, mit der Botschaft „Hoffnung ist stärker als Verzweiflung“ eine positive Einstellung zu fördern und zum Dank und zur Gelassenheit einzuladen. Die Musiksprache, die in einer modernen Rockbesetzung zu Gehör kommt, wird die Zuschauer mit lebhaften Rhythmen begeistern.
Die Inspiration hinter „La Tre Vita“
Eine wichtige Inspirationsquelle für Baumgartner war Christian Czapek, Erfinder eines innovativen Rollstuhlradsystems. Czapek fungierte als kreativer Anstoß für das gesamte Projekt, das auch einen Kurzfilm umfasst, der im Rehabilitationszentrum „Weißer Hof“ entstand. Dario, die Hauptfigur des Films, kämpft nach einem Unfall mit seinen Depressionen und findet durch die Erzählung einer jungen Frau im Rollstuhl aus dem Jahr 1860 neuen Mut. Der Kurzfilm ist Teil einer breit angelegten Initiative für „Handicaped People“, die nun auch in der Staatsoper Stara Zagora durch Baumgartner und Czapek anläuft. Dies zeigt, wie wichtig die Themen Inklusion und die Sichtbarmachung von Personengruppen mit Behinderungen geworden sind.
Baumgartners Sohn Benjamin wird in der Bühnenfassung die Rolle des Erfinders übernehmen, während aktuell die Castings für das Musical laufen. Die Premiere im Romantiktheater ist für die letzten Augusttage geplant:
- 28.8., 29.8., 30.8. jeweils 19:00 Uhr
- 31.8. 16:00 Uhr
- 6.9. 19:00 Uhr
- 7.9. 16:00 Uhr
- 13.9. 19:00 Uhr
- 14.9. 16:00 Uhr
Die Veranstaltung wird mit einem Sektempfang abgerundet, und die Karten sind unter der Telefonnummer +0043 664 2380 551 sowie über die Website www.romantiktheater.jimdo.com erhältlich. Als besonderes Highlight wird ein Gewinnspiel für die Vorstellungen am 29., 30. und 31. August veranstaltet, bei dem jeweils zwei Mal zwei Karten verlost werden.
Inklusion in der Theaterwelt
Die Bedeutung von Inklusion geht weit über das Musical hinaus. In den letzten Jahren wurde festgestellt, dass es in der Theaterwelt immer noch große Barrieren für Menschen mit Behinderungen gibt. So müssen die Bedürfnisse dieser Personen beim Zugang zu Proben und Aufführungen beachtet werden. Jana Zöll, eine Figur im Bereich der inklusiven Kunst, betont, wie wichtig Barrierefreiheit und individuelle Unterstützung sind, um eine aktive Teilnahme zu ermöglichen. Unterschiedliche Bedürfnisse sind zu berücksichtigen, und die Notwendigkeit von Rampen und Dolmetschern ist unumstritten.
Um die Ausbildungssituation für Schauspieler*innen mit Behinderungen zu verbessern, wurde die Kooperation „ART+“ ins Leben gerufen. Diese Initiative zielt darauf ab, Künstler*innen langfristige Möglichkeiten zur Ausbildung außerhalb von Behindertenhilfeeinrichtungen zu schaffen. Die Botschaft ist klar: Jeder Mensch, unabhängig von seinen physischen Fähigkeiten, sollte die Chance haben, seinen Traum zu verfolgen.
So zeigt sich, dass Roland Baumgartners Musical nicht nur eine Aufführung ist, sondern Teil eines viel größeren Diskurses über Inklusion, Menschenwürde und das Potenzial jeden Einzelnen im kreativen Bereich. Bahnt sich hier eine neue Ära der kulturellen Teilhabe an?