Eduard von Habsburg, ein Urururenkel von Kaiser Franz Joseph, ist nicht nur ein Botschafter, sondern auch ein wahres Multitalent. Der gebürtige Münchener, geboren am 12. Januar 1967, hat sich als ungarischer Botschafter am Heiligen Stuhl und beim Souveränen Malteserorden einen Namen gemacht. Mit seiner humorvollen Art pflegt er Beziehungen zu verschiedenen Päpsten, darunter Papst Franziskus und Papst Leo XIV. Seine diplomatische Karriere erstreckt sich über ein ganzes Jahrzehnt, in dem er sich für Frieden in der Ukraine und die Unterstützung verfolgter Christen eingesetzt hat. Diese Themen sind ihm besonders wichtig und werden auch in seiner Arbeit an einem postapokalyptischen Western mit dem Titel „Licht über Hollabrunn“ reflektiert.

Eduard von Habsburg, der sowohl die deutsche als auch die ungarische Staatsbürgerschaft besitzt, hat nicht nur eine Biografie über seinen Vorfahren Kaiser Franz Joseph verfasst, sondern auch mehrere Drehbücher, darunter für den Zombiefilm „Der Weihnachtshund“ (2004) und den Kinofilm „Mary Queen of Scots“ (2013). Sein Engagement für Familie, Glaube und Tradition ist in seiner WhatsApp-Gruppe mit seinen sechs Kindern, die Österreicher sind, spürbar. Er plant, diese Themen über das ungarische „Danube Institut“ in der englischsprachigen Welt zu verbreiten.

Akademische und schriftstellerische Erfolge

Sein akademischer Werdegang ist ebenso beeindruckend wie sein diplomatischer. Nach einem Studium an der KU Eichstätt promovierte er 1999 magna cum laude mit seiner Dissertation über „Das Ende des Neuthomismus“. Zudem veröffentlichte er seine Doktorarbeit 2006 auf Bitten des Dominikaner-Ordens und gibt Blockseminare über Thomismus und Comics/Philosophie an verschiedenen Hochschulen. Sein erster Roman, „Die Reise mit Nella“, erschien 2008 und zeigt seine Vielseitigkeit als Autor.

Eduard von Habsburg ist auch als Medienreferent tätig gewesen, unter anderem für Bischof Klaus Küng in der Diözese St. Pölten von 2009 bis 2014. Sein Podcast „Glaubenssache“ mit Alexander Waschkau und die Dokumentationsserie „Wo Grafen schlafen“ auf Servus TV (2014) sind weitere Beweise für sein Engagement in den Medien. Mit seiner Aufnahme in die Bruderschaft von Santa Maria dell’Anima in Rom und als Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies seit November 2016 hat er zudem seine Verbindung zur katholischen Kirche gefestigt.

Die Habsburg-Dynastie im Kontext

Die Habsburger, zu denen Eduard von Habsburg gehört, haben eine lange und bewegte Geschichte, die bis zur Schlacht von Mohács 1526 reicht. Diese Ereignisse führten zu einer Vielzahl von Konflikten und diplomatischen Kontakten, die bis heute nachwirken. Ab 1547 waren die Habsburger durch ständige Gesandte in Konstantinopel vertreten, was die Bedeutung ihrer diplomatischen Beziehungen verdeutlicht. Analysen der Gesandtschaftsberichte aus dem 16. Jahrhundert bieten interessante Einblicke in den Alltag der Botschafter und die Herausforderungen, denen sie gegenüberstanden, wie etwa finanzielle Schwierigkeiten und die Informationsbeschaffung in einer komplexen politischen Landschaft.

Heute, am 28. Februar 2026, lebt Eduard von Habsburg in Österreich und bleibt den Werten und Traditionen seiner alten Dynastie treu. Seine Amtszeit als Botschafter endet am 30. November 2025, doch er wird weiterhin als Sonderbotschafter Ungarns für Kirche, Familie und Pro-Life tätig sein. Seine vielfältigen Talente und sein Engagement für die Gemeinschaft machen ihn zu einer faszinierenden Figur in der heutigen Gesellschaft. Weitere Informationen zu seiner Person und seinem Wirken finden Sie in seinem Profil auf Die Tagespost und auf Wikipedia.