Heute ist der 2.03.2026 in Niederösterreich und ein herzerwärmender Fall beschäftigt die Eulen- und Greifvogelstation (EGS) Haringsee im Bezirk Gänserndorf. Ein verletztes Fischotterbaby namens „Hermine“ wird dort liebevoll aufgepäppelt. Hermine ist kein gewöhnliches Tier; sie wurde von einer jungen Frau in Kilb (Bezirk Melk) entdeckt, als sie ihr auf der Straße nachlief und versuchte, an ihren Beinen hochzuklettern. Diese berührende Begegnung führte dazu, dass die Frau, die von ihrer Mutter, einer Veterinärmedizinerin, begleitet wurde, Hermine in die Obhut der EGS brachte.

Die Veterinärmedizinerin stellte bei ihrer Untersuchung mehrere Schnittverletzungen sowie eine skalpierte Zehe bei Hermine fest. Die Verletzungen wurden sofort versorgt, und das Jungtier wurde in die EGS gebracht, wo es nun in Sicherheit ist. Die gute Nachricht: Hermines Verletzungen sind mittlerweile gut verheilt. EGS-Leiter Hans Frey äußerte Besorgnis über den Verbleib der Familie des Fischotterbabys und die Gründe für ihre Verwaisung. Derzeit ist es unklar, was Hermine in die schwierige Situation gebracht hat.

Die Aufzucht und Wiederauswilderung

In der EGS wird Hermine nicht nur medizinisch versorgt, sondern auch auf die Rückkehr in die Natur vorbereitet. Sobald sie besser schwimmen kann, plant das Team, sie mit älteren Artgenossen zu vergesellschaften. Der Kontakt zu Artgenossen ist entscheidend für die Aufzucht und spätere Wiederauswilderung von jungen Ottern. Hermine frisst bereits festes Futter und wird täglich kräftiger. Dies ist ein positives Zeichen für ihre Genesung.

Die EGS hat im Jahr 2024 insgesamt 2.021 Tieren geholfen, darunter auch andere Arten wie Igel, Eichhörnchen und Feldhasen. Junge Eulen und Greifvögel werden, wenn möglich, durch Ammeneltern der gleichen Art großgezogen. Diese Methode hat eine beeindruckende Wiederfreilassungsrate von 90%. Die EGS ist die einzige Pflegestation, die Jungvogelfindlinge in einem natürlichen Familienverband aufzieht, um die schädlichen Folgen einer Handaufzucht zu vermeiden. Dies zeigt das Engagement des Teams, nicht nur Hermine, sondern auch anderen Tieren zu helfen und sie sicher in die Wildnis zurückzuführen.

Ein Blick in die Zukunft

Hermine ist ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, verletzten Tieren zu helfen und sie wieder in ihren natürlichen Lebensraum einzuführen. Die Arbeit der EGS ist unverzichtbar, da sie nicht nur das Wohl von Hermine im Blick hat, sondern auch dem gesamten Ökosystem dient. In einer Zeit, in der der Lebensraum vieler Wildtiere bedroht ist, ist es von entscheidender Bedeutung, solche Initiativen zu unterstützen. Die Geschichte von Hermine erinnert uns daran, dass jede kleine Hilfe zählt und dass wir alle die Verantwortung haben, die Natur zu schützen und zu bewahren. Weitere Informationen zur Arbeit der EGS finden Sie in der Quelle hier und hier.